Crystal Throne – Chantry Of Sacrifice

© Crystal Throne

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Crystal Throne
Album: Chantry Of Sacrifice
Genre: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 02.10.2026

CRYSTAL THRONE ist eine französische Progressive-Heavy-Metal-Band, die 2019 in Metz von Gitarrist Max Waynn und Sänger Terry DeFire gegründet wurde. Nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 2021 und einigen Line Up-Änderungen steht nun der zweite Longplayer „Chantry Of Sacrifice“ parat. Die Handlung des Konzeptalbums spielt im fernen Jahr 5150 und folgt Hyldr, einer Kriegsveteranin und Wissenschaftlerin, die als letzte Überlebende der Menschheit in einem Universum zurückbleibt, aus dem die Erde auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Ihre letzte Mission: eine Reise in die Vergangenheit, um die Wahrheit aufzudecken und das Schicksal der Menschheit zu verändern.

Eröffnet wird das Album durch ein teils mit Spoken-Words versehenes Intro „A Hero’s Call“, dass mich sofort an Queensryches Meisterwerk „Operation:Mindcrime“ denken lässt, bevor es mit „Children Of The Ruins“ so richtig losgeht. Das Grundgerüst des Songs ist purer Power Metal mit einigen längeren Instrumental Passagen, wobei auch hier ein paar „Stimmen“ auftauchen und nach etwa der Hälfte Zeit ein ruhiges Zwischenspiel Gelegenheit zum Verschnaufen gibt. Dass nicht minder flotte „Tides Of Ages“ bewegt sich abermals in Queensryche Gefilden, und auch wenn die einstige Genialität der Seattle-Metaller nicht ganz erreicht wird, geht die Nummer gut in Ohr und Nacken über.

„Electrical Savior“ nimmt dann ein wenig den Fuß vom Gas und verlagert das Geschehen in einen weitestgehend im Midtempo verharrenden Track, der vor allem durch seine weichere Melodieführung und des ebensolchen Gesangs hervorsticht. „Walls Of Silent Mourn“ behält die Ausrichtung grundsätzlich bei, wirkt aber insgesamt düsterer und durch die vielen kleinen Tempo-Variationen ein wenig sperriger – dennoch ein großartiger Song. „Antagonists“ erweist sich als ein wahres Energiebündel und legt einen ordentlichen Zahn zu. Zudem kommen weibliche Vocals einer mir unbekannten Dame zum Einsatz, die dem Song neben seinem Prog-Part in der Songmitte einen besonderen Anstrich verleihen.

„Insurgent Outcry“ ist ein sehr abwechslungsreiches Stück mit zahlreichen musikalischen Wendungen, teilweiser Keyboard Untermalung sowie einem großartigen Refrain, lediglich über die Länge von über achteinhalb Minuten ließe sich womöglich streiten. Der Titeltrack ist ein abermals überwiegend langsamerer Song mit starker Melodieführung, insbesonder die generell exzellente Gitarrenarbeit gilt es hervorzuheben. Choraler Gesang und schleppende Rhythmik bestimmen anfangs den Schlusspunkt „Sleeping In The Void“, später gesellen sich symphonische Klänge sowie ein Speed-Part hinzu, bis das Ganze in einem dramatisch anmutenden Finale endet.

„Chantry Of Sacrifice“ ist ein Album für Freunde komplexer Storys und filligraner Gitarrenarbeit, und trotz des starken Albums beschleicht mich das Gefühl, dass die Franzosen noch längst nicht am Limit sind. Sollte ich recht behalten, dürfen wie von CRYSTAL THRONE in Zukunft noch Großartiges erwarten.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. A Hero’s Call
  2. Children Of The Ruins
  3. Tides Of Ages
  4. Electrical Savior
  5. Walls Of Silent Mourn
  6. Antagonists
  7. Insurgent Outcry
  8. Chantry Of Sacrifice
  9. Sleeping In The Void

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