Crimson Day – Dark Dimension

© Crimson Day

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Crimson Day
Album: Dark Dimension
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: WormHoleDeath
Veröffentlichung: 22.05.2026

CRIMSON DAY ist eine finnische Metal Band, die 2013 von Bassist Jesse „Kämy“ Kämäräinen gegründet wurde und noch im selben Jahr eine erste, sechs Stücke umfassende EP veröffentlichte. Seit dem folgten drei Longplayer sowie diverse Besetzungswechsel, das aktuelle Line Up besteht nun seit drei Jahren. Zudem haben CRIMSON DAY bereits die Bühnen mit Bands wie Sonata Arctica, Tursias, Reckless Love und Korpiklaani geteilt. Auf ihrem nunmehr vierten Studio-Album behandeln die Nordlichter Themen wie innere Konflikte, alternative Realitäten und jene Schatten, die die menschliche Existenz prägen.

Mit einem irgendwie lässigen Fade In wird er Opener „War Machine“ eingeleitet, bevor sich die Nummer zu einem mächtigen Stampfer wandelt. Sowohl Refrain als auch Riffs gehen gut ins Ohr und dürften für reichlich Nackenschmerzen sorgen – zumindest bei Leuten meines Alters. „False Prophet“ strotzt zwar nicht gerade vor Tempo, legt aber dennoch eine nicht zu ignorierende, mitreißende Energie an den Tag, woran Frontröhre Milka Uusitalo mit ihrer starken Performance selbstredend nicht gänzlich unschuldig ist.

„The Outsider“ ist ungleich grooviger und besitzt mit ein wenig Phantasie im Chorus sowas wie eine radiotaugliche Hookline, während die Strophen eher nach Sprechvortrag als nach Singen klingen. Der folgende Titeltrack ist beinahe nichts anderes als ein lupenreiner, teils sehr schneller Melodic Metal Track – wenn da in der Songmitte nicht ein etwas aggressiverer Part mit harschen Vocals wäre. Dennoch eine großartige Nummer. „Song Of Fire“ schlägt ähnliche Pfade ein, wobei statt eines zwischenzeitlichen Stil-Wechsels hier neoklassisch angehauchte Zitate das Sagen haben.

„Black Wolves’ Night“ schaltet dann in den Speed-Modus und fegt wie ein Wirbelwind durch die Gehörgänge, „Give Me The Pain“ hingegen ist das genaue Gegenteil und verdient sich seine Lorbeeren als eine Art Power-Ballade. „Hexed“ weist ähnliche Merkmale wie „False Prophet“ auf und könnte im Zusammenspiel von Melodielinien und Gesang glatt als Track ihrer Landsleute Battle Beast durchgehen. Mit „The Valleys Of Oblivion“ folgt ein Midtempo Track, der eher als melodischer Rocker denn als Metal-Abriss durchgeht, und das knapp siebenminütige „Winter Is Here To Stay“ holt zu guter Letzt zu einem epischen Grand Finale mit diversen Wendungen inkl. einiger harschen Vocals aus, dass keine Wünsche offenlässt.

CRIMSON DAY fahren auf „Dark Dimension“ stilistisch ein breites Spektrum auf, was die Scheibe frisch und abwechslungsreich wirken lässt. Wer mit Bands im Großraum der erwähnten Referenz wohlfühlt, dürfte an CRIMSON DAY nicht vorbeikommen.

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. War Machine
  2. False Prophet
  3. The Outsider
  4. Dark Dimension
  5. Song Of Fire
  6. Black Wolves’ Night
  7. Give Me The Pain
  8. Hexed
  9. The Valleys Of Oblivion
  10. Winter Is Here To Stay

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