CoreLeoni – Generection

© CoreLeoni

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: CoreLeoni
Album: Generection 
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: RPM 
Veröffentlichung: 11.09.2026

 

Nach 2022 („III“) und 2023 („Alive“) kriegen wir mit „Generection“ ein neues Album des Gitarristen von „Gotthard“ vorgelegt. Mittlerweile sein viertes Studioalbum. Wie man dem Titel entnehmen könnte/kann, ein Generation übergreifendes Werk. Das „Löwenherz“ legt uns 11 neue Songs vor. Mit Mila Merker (b), Jgor Gianola (g), Alex Motta (dr) und zum zweiten Mal mit Gent Bushpepa (voc) gibt es wieder melodischen Rock auf die Ohren. 

Mit einem Abschiedsgruß ein Album zu beginnen, zeigt schon Humor. „Last Goodbye“ nicht gerade glücklich ausgewählt als Opener, aber ein klassischer Rocksong, der mehr verspricht. Dafür sorgt das Einstiegs-Riff. Gent darf hier schon zeigen, welche Klangbreite seine markante Voice beinhaltet. Einen besseren Beweis, dass Hardrock Generationen überlebt, und weiterhin gehört wird, könnte man sich kaum vorstellen. Den Song „Generation Rock“ darf sein kleiner Sohn eröffnen. Danach bestimmt harte, treibende Rhythmik den Sound.  

„Howling at the Moon“ musste ich mir mehrfach „reinziehen“. Warum? Weil dieser Track ein Masterpiece ist. Mystisch, geheimnisvoll startend, baut der Song mit riffigen, düsteren Tönen eine Atmosphäre auf, die eine Vielzahl klanglicher Überraschungen bereithält. Sei es das umwerfende in seiner Klangfarbe wechselnde Solo. Sei es der dramatisch tönende backing Chor. Gents langanhaltender Scream hat auch seinen Anteil an diesem perfekten Banger! Den dürfen wir später in „Don‘t tell Me“ gleich zu Beginn bewundern.

Dagegen steht „Sex on the Beach“. Ein eingängiger Refrain mit leichten backing Vocals, der beinahe den „Touch“ des Mainstreams erfüllt. Nicht ganz so hart wie seine Vorgänger, dennoch leicht verdaulich. Was nun folgt, ist eine gefühlvolle, schmachtende Ballade. „Believe“ trägt zwar vom Grundgedanken her eine bestimmende Handschrift, erhält jedoch durch die Pianotöne eine romantische Ader.

„Vision“ startet sakral, begibt sich in eine schleppende Rhythmik, bedient atmosphärische balladeske Strukturen. In dieselbe Kerbe schlägt der romantisch anmutende Song „I‘m afraid I‘m in love“. Okay, der Titel gibt es schon her, ist aber durch das Solo (2:30) nicht zu einem „Schmachtfetzen“ avanciert. „Rock‘n Roll Rebel“ sagt eigentlich schon alles aus. Rebellisch, aufmüpfig und durch schnelle Drumschläge, sich überschlagende Gitarren ist es das Gerüst für den Song.

Klassicher Gitarrenklang eröffnet „Yearning“. Mit sehnsüchtiger, erwartungsvoller Voice ein Gegenpart zu den vorherigen Tracks. Wäre nicht das Cover „Lady Marmalade“, so hätte das „Löwenenherz“ einen gebührenden „Closer“ gehabt. Was er allerdings aus diesem funkigen Song gemacht hat, ist schon hörenswert.  

Fazit: Das „Löwenherz“ sagt mit seinem Wortspiel aus „Generation“ und „Conection“, das Rockmusik nicht ausstirbt, sondern von einer Generation auf die nächste weitergeleitet wird. Seine definitiv teilweise zu kurz gehaltenen Songs wissen zu überzeugen. Ein Album, das Generationen überleben wird. Meine Bewertung sind 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

01- Last Goodbye
02- Generation Rock
03- Howling at the Moon
04- Sex on the Beach
05- Believe
06- Vision CoreLeoni
07- Rock’n Roll Rebel
08- Don’t tell Me
09- I’m afraid i‘m in Love
10- Yearning
11- Lady Marmalade

 

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