Converge – Love Is Not Enough

© Converge

 

Geschrieben von Tim Braff
Band: Converge
Album: Love Is Not Enough
Genre: Hardcore, Metalcore
Plattenfirma: Epitaph
Veröffentlichung: 13.2.2026

 

Converge ist eine amerikanische Hardcore- und Metalcore-Band aus Boston. 1990 gegründet gilt Converge aktuell bestehend aus Jacob Bannon (Gesang), Ben Koller (Schlagzeug), Name Newton (Bass) und Kurt Ballou (Gitarre) als Pionier des 2000er Hardcores und des Metalcore-Aufstiegs. Dabei hat insbesondere ihr 2001er Album „Jane Doe“ Szenenkultstatus.

Ihr neues Album „Love Is Not Enough“ wird vielleicht nicht einen ähnlichen Einfluss auf die Musik haben, hat aber durchaus starke Momente und einen kompromisslosen Ansatz.

Das Album startet so, wie man es sich von einem Converge-Album erhofft: Aggressiv und „voll in die Fresse“. Die Bostoner eröffnen das Album mit dem Titeltrack, der keine Sekunde an Ruhe oder Intro benötigt, um Fahrt aufzunehmen. Fast schon überwältigend wird man als Hörer ins Album geworfen. Ganz in Hardcore-Manier.

Das Album ist allgemein ein sehr Schnelles. Viele Songs haben nicht mal eine Länge von 3 Minuten. Die Songs sind dementsprechend knackig und auch temporeich. Das gefällt mir eigentlich ganz gut. Das Tempo des Albums lädt auf jeden Fall dazu ein, dass man die Energie der Band spürt, die sie auch live auszeichnet. Erst zum Schluss werden die Songs in der Dauer länger. Meiner Meinung nach rundet es das Album gut ab, lediglich hätte ich persönlich es preferiert, wenn die langen Songs zu Beginn des Albums positioniert wären, da die langen Songs am Ende als Bremse wirken. Die Vielfalt ist gegeben, aber für mich wirkt der Schluss nicht dem vorherigen Verlauf würdig.

Stilistisch präsentiert Converge auf „Love Is Not Enough“ ihren bekannten Sound. Schnelle und wilde Instrumentals mit kompromissloser Härte als Grundgerüst wirken auf mich erfrischend, auch wenn es der typische Core-Sound der 2000er ist. Wenn man sich heute die Core-Szene anschaut, hört man überwiegend djentige Modern Metal-Einflüsse und einen großen Unterschied zu den Wurzeln. Dadurch ist es definitiv ein Genuss für meine Ohren, etwas eher Klassisches aus dem Core-Bereich zu hören. Die groovigeren und thrashigeren Elemente haben es auch noch heute drauf und ich hoffe, dass noch mehr etablierte Bands sich trauen, nicht immer blind den Trends zu folgen.

„Love Is Not Enough“ ist nicht nur ein harter Trip in die aggressiven 2000er des Cores, sondern hat auch melodische Elemente im Sound, die beweisen, dass Melodie und Härte eine Symbiose eingehen können, die natürlich wirkt. Sie haben perfekt die Balance zwischen beiden Extrema finden können und das auf eine Art, die sich hören lässt.

Das Album ist definitiv ein Hören wert, auch wenn ich finde, dass es manchen Songs an hängenbleibender Substanz fehlt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in einem Monat mich noch an einen Song des Albums erinnern kann. Dafür fehlen besondere Merkmale, die man nicht vergessen möchte.

Fazit: „Love Is Not Enough“ ist ein hartes Album des Core-Bereichs, welches absichtlich nicht auf moderne Trends eingeht. Viele Nuancen des Albums lassen sich wirklich hören und auch das Zusammenspiel aus Härte und Melodie ist einzigartig. Würden die Songs besser im Kopf bleiben und das Album am Ende nicht die Energie eindämmen, würden ich von einem überragenden Album reden. So finde ich es „nur“ gut.
7,5 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist:

01 Love Is Not Enough
02 Bad Faith
03 Distract and Divide
04 To Feel Something
05 Beyond Repair
06 Amon Amok
07 Force Meets Presence
08 Gilded Cage
09 Make Me Forget You
10 We Were Never the Same

 

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