
© Consequents
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Consequents
Album: Cadence
Genre: Metal
Plattenfirma: Irrevocable Recs
Veröffentlichung: 20.08.2025
Mit „Cadence“ legen Consequents ein Album vor, das sich kompromisslos zwischen modernem Metal, atmosphärischen Soundwänden und hymnischen Momenten bewegt. Das Quartett schafft es, Wucht und Emotionalität zu verbinden, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.
Der Einstieg mit „Empty Rain“ zeigt sofort die Handschrift der Band: dichte Gitarrenriffs, dynamische Drums und eine packende Melodieführung. „Ghosts“ schraubt die Atmosphäre nach oben, wechselt gekonnt zwischen schwebenden Parts und treibender Aggression. „Shadows“ wirkt dagegen kompakter, direkter und dürfte live ein sicherer Abrisskandidat sein.
Mit „Truth or Dare“ wird es experimenteller, beinahe progressiv, während „Prima Nocte“ die dunklere, fast gothic-hafte Seite der Band hervorholt. Ein kleiner Höhepunkt ist „Dynasty“, das mit einem epischen Aufbau und packendem Refrain brilliert. „The Beyond“ fährt den Druck wieder zurück und wirkt wie eine atmosphärische Verschnaufpause, bevor „Wrath Reborn“ mit voller Härte zurückschlägt.
Besonders spannend ist „Service to the Machine“, ein Song, der Industrial-Elemente geschickt einbindet und so ein fast mechanisches Soundbild erzeugt. „Decadence“ bleibt dagegen etwas blass, während „Hexadecimal“ mit seinem technischen Riffing und hektischen Breaks wieder ordentlich aufhorchen lässt.
Zum Ende hin liefern Consequents noch einmal ein starkes Doppel: „The Crown“ überzeugt mit einer Mischung aus hymnischer Größe und roher Wucht, bevor „Let the Twisted Sing“ als Abschluss die gesamte Spannbreite der Band bündelt, düster, episch und intensiv.
„Cadence“ ist ein starkes, atmosphärisch dichtes Album, das zeigt, wie modern Metal klingen kann, ohne sich im seelenlosen Bombast zu verlieren. Consequents haben ein Händchen für Spannungsbögen und schaffen es, Härte und Melodie in Einklang zu bringen. Kleine Längen in der Mitte verhindern zwar die ganz große Punktzahl, aber insgesamt bleibt ein beeindruckendes Werk. Ich vergebe 8 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Empty Rain
02 Ghosts
03 Shadows
04 Truth or Dare
05 Prima Nocte
06 Dynasty
07 The Beyond
08 Wrath Reborn
09 Service to the Machine
10 Decadence
11 Hexadecimal
12 The Crown
12 Let the Twisted Sing
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