
© Civil Service
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Civil Service
Album: Dark ///
Genre: Post Rock
Label: Ripcord Records
Veröffentlichung: 21.11.2025
Aus Manchester kommt eine vierköpfige Formation, die es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, mit ihrer Fanbase zu spielen. Nach dem Album „/// Light“, titelt das Folge – Album mit „Dark ///“. Gewollt? Oder fehlender Einfallsreichtum? Es könnte aber auch politisch gesehen werden, da die Band seit 2021 mit Benefizkonzerten und Spendenaufrufen für die Ukraine für Aufsehen sorgt. So ein Track ist „Black Giraffes“, auf dem eingefangenen ukrainischen Stimmen zu vernehmen sind. Der Opener „An infant wave on a savage ocean“ gibt einen apokalyptischen Eindruck mit aufsteigender Spannung wieder. Das narrative der verzweifelt klingenden Voice schürt zusätzlich das Feuer der Bedrohung.
Das kommt in „These cities are ruins“ pur zur Geltung. Melancholisches vermischt sich mit progressivem im Track „Every beam of light is an invitation to death“. Sieht man ihr Engagement für das Kriegsbetroffene Land, so klingt es wie eine Warnung. Tragende, klagende Rhythmik lässt Dich beinahe visuell teilhaben. Das bei 4:48 Minuten einsetzende instrumentelle Szenario unterstreicht die Gesamtstimmung des Albums.
Fazit: Atmosphärisch mit psychisch bedrohlichen Elementen nicht gerade für „zartbesaitete“. Eine ungewöhnliche Scheibe, die ich nicht so richtig einordnen kann. Zerstörung, Krieg und Angst wäre angesichts der Titel eine Option. Eine verdammt schwere Kost die Francis Atkinson, Alex Coates, Thom Hamper und James Wilkes hier abliefern.
7 von 10 Hellfire Punkten sehe ich als angemessen.
Tracklist:
01-An infant wave on a savage ocean
02-Black Giraffes
03-These cities are Ruins
04-URBN DCY
05-The Heurist
06-Every beam of light is an invitation to death
07-Distraction Tactics
08-Turn out the Light
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