
© Cheesy Wheels of Doom
Geschrieben von Tim Braff
Band: Cheesy Wheels of Doom
Album: Grindlwald vs. Dumblcore
Genre: Grindcore
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung
Veröffentlichung: 29.11.2025
Cheesy Wheels of Doom ist eine Underground-Grindcore-Band aus Bonn, die eine gesunde Mischung aus Grindcore und Humor pflegt. Die Band bestehend aus Master Bater (Bass), Mike Li (E-Gitarre), J.T. (Gesang), Schiggy (E-Gitarre) und Attlon Achthundert (Drums) hat sich 2007 aus spontanen Jam-Sessions entwickelt. Nach mal mehr und mal weniger aktiven Phasen und 3 Studioalben bringt „CWOD“ nun ihr 4. Studioalbum raus.
„Grindlwald vs. Dumblcore“ heißt dabei das gute Werk, was quasi ein Konzeptalbum ist, das sich von den berühmten Cold Mirror-Parodien zu Harry Potter inspiriert wurde.
Allgemein basiert das Album auf berühmten Parodien beliebter Fantasy-Welten. Während das Album quasi ein Konzeptalbum zu Harry Potter ist, ist der erste Song des Albums „Dumblcore“ mit Anspielungen auf „Lord of the Weed“ durchzogen. Ansonsten ist das komplette Album thematisch auf Harry Potter abgestimmt.
Ihre stilistische Einordnung als Grindcore stimmt auch nur teilweise. Ihr einzigartiges Soundkonzept basiert lediglich auf der Grindcore-Grundlage. Ihre Songs sind alles andere als glattpoliert, nach einer Norm oder gar in ein Genre gequetscht. Das ist beabsichtigt und genau das gefällt mir sehr gut. „Grindlwald vs. Dumblcore“ ist womöglich das einzigartigste Album dieses Jahres und definitiv keins, was als typisch Grindcore gelten kann, auch wenn der Sound sich natürlich daran reichlich bedient.
Das Alleinstellungsmerkmal des Albums bzw auch der Band ist der flache Humor, der jegliche Ernsthaftigkeit ihres Konzepts quasi vernichtet. Mir gefällt diese Art und Weise des Humors sehr gut, da ich mit den Parodieklassikern „Lord of the Weed“ und Cold Mirrors Harry Potter groß geworden bin. Diese Banalität vermisse ich teilweise im Metal, da ein Album kaum unterhaltsamer sein könnte als durch Humor.
Wenn man sich diesem Album humortechnisch öffnet, hat man ganz klar den Spaß seines Lebens, tut man es nicht, wird man es nicht unbedingt genießen. Dann ist man aber auch selber Schuld.
Audio-Ausschnitte von Cold Mirror werden kombiniert mit heftigem Instrumental, der in allen Belangen des Metals würdig ist. Auch wenn der Humor hinter all dem das Album auszeichnet, sollte man nicht die Instrumentals unterschätzen, die zwar sehr roh, aber umso präziser sind. Wenn eine Band meint, dass Songs am besten aus dem Affekt entstehen, dann ist es definitiv „CWOD“.
Der deutsche Metal-Underground hat echt einige Diamanten zu bieten, die man auch erstmal finden muss.
Fazit: „Grindlwald vs. Dumblcore“ ist vermutlich eines der lustigsten, einzigartigsten und unerwartetsten Alben des Jahres. Wer – wie ich – mit den Cold Mirror-Parodien groß geworden ist, wird dieses Album förmlich lieben. Und selbst wenn nicht, das Album bietet diesen tollen Anti-Trend hebt sich so von der Masse ab, was ein tolles Hörerlebnis garantiert.
10 von 10 Hellfire-Punkten!
Tracklist:
01 Dumblcore
02 Kill The Basilisc
03 Polyjuice Rehab
04 Fantastic Beasts (gotta snatch ‘em all)
05 Praise the Lord
06 Fetus Deletus
07 Wizarding Bank Heist
08: Hufflepuff
09 Grindlwald x Dumblcore
10 Hogwarts 2025 (sieben Jahre durchgemuggelt)
11 Expecto Patronus Dosenbier
12 Filchs‘ Pussy
13 Join the Death Eater
14 Gleis 9¾
15 The Dementiator’s Kiss
16 The Hogwarts Blasting Massacre
17 Lucius Malfoy
18 Parselmouth (Wild Boar Edition)
19 Hagrind‘s Hood
20 Grindlwald
21 Großmutterficker
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