Chaos over Cosmos – The Hypercosmic Paradox

© Chaos over Cosmos

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band:    Chaos over Cosmos  
Album: The Hypercosmic Paradox 
Genre: Progressiver / Melodeath / Technischer Death Metal 
Plattenfirma: Narcoleptica Productions 
Veröffentlichung: 15.12.2025

 

Mal wieder liegt mir ein Album vor, das ein Soloprojekt darstellt. Rafal Bowman spielt hier sämtliche Instrumente selbst ein. Stimmlich wird er von Taha Mohsin begleitend unterstützt. Nach seinem Debut 2018 („The unknown voyage“), 2021 („The silver lining between the stars“) und 2022 („A dream if ever there was one“) folgt sein aktuelles Werk „The Hypercosmic Paradox“. Letztere erschien bereits 2019 als EP. Hören wir uns also dieses „kosmische Chaos“ an.

Rein instrumental greift der Opener „Nostalgia for something that never happened“ in die ungeordnete musikalische Kiste. Wirre Klänge, die schier unendlich andauern, eine kurze rhythmische Phase einlegen, um das Chaos wieder zu beleben. Schwere Kost für etwas, das nie stattgefunden hat. Der 9-minütige Track „When the void laughs“ klingt verdammt technisch. Erstmals ist Taha zu hören, der durch sein Growlen dem Song genau das verleiht, was zu dem „Wirrwarr“ noch gefehlt hat. Da kann auch die kurzfristige Beruhigung bei 8:38 nichts ändern. 

Dieser technische, sehr keyboardlastige Sound setzt sich in den folgenden Songs „Event Horizon Rebirth“ und „The Cosmic-Agony-Reuiem“ fort. Virtuos, zerschmetternd und dennoch intensiv treibt es Rafal zu extrem irrealer akustischer Wahrnehmung. Ob diese Schwingungen unbedingt ein Hörgenuss geben? Was alle Songs gemeinsam haben, ist die knappe rhythmische Stille zum Schluss. Lediglich „The fractal mechanism“ entzieht sich der gewohnten Struktur. Der Titel wäre für das Album geeigneter gewesen. Fraktal bezeichnet ein geometrisches Gebilde, das sich aus künstlicher und natürlicher Struktur zusammensetzt. So Künstlich wie seine Musik.

Fazit: Diese Scheibe trägt den Bandnamen zurecht. 33:18 Minuten in einer absolut desolaten und wirren musikalischen Obsession. Was soll man hier bewerten? Wie soll man das Gebotene bewerten? Einerseits bemerkenswert, wie Rafal seine Instrumente beherrscht. Andererseits befindet er sich nahe an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn. Eine von Ekstase getriebene Klangwelt, die sich Bowman hier geschaffen hat. 6 von 10 Hellfire Punkten für das für mich unplausible Album.

 

Tracklist:

01-Nostalgia for something that never happened
02-When the void laughs 
03-Event Horizon Rebirth
04-The Cosmo – Agony – Requiem
05-The fractal mechanism

 

Mehr Infos:

Facebook

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.