Celestial Wizard – Regenesis

© Celestial Wizard

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Celestial Wizard
Album: Regenesis
Genre: Heavy / Melodic Death Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 11.07.2025

Drei Jahre mussten sich die Fans der aus Denver, Colorade stammenden Formation CELESTIAL WIZARD gedulden, bis die Band ihr drittes Album „Regenesis“ an den Start bringt. Dabei legen die Nordamerikaner wie gehabt großen Wert auf einen ausgewogenen Mix aus Heavy, Melodic-Death und Thrash Metal.

Nach dem mit Akustik-Gitarre vorgetragenen Intro „Muerte“, das mich irgendwie an Running Wild denken lässt, wird das Motiv unmittelbar im nachfolgenden „Pale Horse“ fortgeführt. Der Song nimmt direkt Fahrt auf und erinnert in den Strophen dezent an Bands wie Children Of Bodom, während es im Refrain weitaus harmonischer zugeht. Der hier betriebene Wechsel aus harschen und cleanen Vocals wird nicht nur bei „Fangbearer“, sondern bei allen übrigen Tracks der ersten Album-Hälfte übernommen. Im Gegensatz zum fahlen Pferd startet diese mit sechs Minuten längste Nummer der Scheibe zunächst eher zurückhaltend, bis er im weiteren Verlauf förmlich explodiert und einen erstklassigen Power/Melo Death Stil hinlegt.

„She Is The Blade“ legt zu Beginn ein kurzes Gitarren Solo hin, eher das Stück nach einem Instrumental Part in mittleren Tempogefilden fortgeführt wird. Mit Blick auf die Harmonien und dem Chorus sind gewisse Amorphis Affinitäten nicht von der Hand zu weisen. „Shores Of Eternity“ wird erneut akustisch und mit Violinen-Unterstützung eingeleitet. Ansonsten orientiert sich das Teil stilistisch stark an seinen unmittelbaren Vorgänger, wobei das virtuose Solo sicherlich nicht unerwähnt bleiben sollte.

Mit „Into The Abyss“ starten CELESTIAL WIZARD dann einen thrashigen Frontal Angriff auf die Nackenmuskulaturen dieser Welt, wenngleich nach einem Break in der Mitte des Songs das Tempo zeitweise ein wenig abebbt und stattdessen Platz für ein abermals nicht zu verachtendes Gitarren-Solo macht, bis das Tempo schließlich wieder angezogen wird, zudem verzichtet die Band hier vollends auf Klargesang. Gleiches gilt auch für das treibende „Ride With Fire“, auf dem der gute Amethyst Noir nach Herzenzlust alles in Grund und Boden keift und growlt.

Bei „Wicked Master“ wird das Grundtempo wieder etwas verlangsamt und weicht zugleich einer düster-melancholischen Melodieführung, wobei auch hier auf Clean-Vocals verzichtet wird. Hatte diese Nummer bereits trotz des knurrigen Gesangs schon eine etwas aufgeweichte Ausrichtung, so wird dies mit „Emerald Eyes“ noch mal gesteigert, denn der Song entpuppt sich als ebenso kraftvolle wie gefühlvolle Ballade, die gegen Ende seiner Laufzeit das Tempo doch noch ein wenig anzieht. Anders als bei den vorherigen Stücken wird der Track ausschließlich mit Klargesang vorgetragen. Der abschließende Titeltrack entfacht dann nochmals ordentlich Druck und bietet mitsamt vereinzelter Blast Beats ein würdiges Melodic Death Finale.

Ich könnte mir vorstellen, dass „Regenesis“ dem gemeinen Metaller zu derbe und für Melodic Death Erprobte dann doch nicht dunkel genug ist, insofern bewegen sich CELESTIAL WIZARD irgendwo dazwischen. Wer sich aber in beiden Welten zuhause fühlt, der dürfte mit der Scheibe einem richtig guten Fang machen.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Muerte
  2. Pale Horse
  3. Fangbearer
  4. She Is The Blade
  5. Shores Of Eternity
  6. Into The Abyss
  7. Ride With Fire
  8. Wicked Master
  9. Emerald Eyes
  10. Regenesis

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