
© Burning Witches
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Burning Witches
Album: Inquisition
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 22.08.2025
Die Hexen sind wieder da! BURNING WITCHES kehren mit ihrem sechsten Studioalbum „Inquisition“ mit einem donnernden Gebräu zurück und zeigen sich dabei von seiner bisher düstersten Seite. Thematisch handelt das Album von der mittelalterlichen Frauenverfolgung, religiöser Unterdrückung und dem unzerbrechlichen Geist des Widerstands.
Musikalisch bleibt alles beim Bewährten, auch wenn die Promo das neue Album als „dunkler, epischer und kompromissloser“ anpreist. So ist „Soul Eater“ ein ziemlich furioser Auftakt, bei dem die Damen ordentlich das Feuer des Scheiterhaufens schüren und lediglich im packenden Chorus ein wenig Raum zum Atmen lassen; zudem kann das Solo mit Priest-artigen Zügen aufwarten. „Shame“ ist gewissermaßen das Gegenstück dazu, denn während sich die Strophe als düsterer Stampfer erweist, wird beim leicht mitgrölbaren Refrain die grobe Keule ausgepackt.
„The Spell Of The Skull“ ist – im positiven Sinne – gewohnt eingängige Metal Kost, dem insbesondere Sängerin Laura Guldemond durch ihren variablen Gesangsstil den Stempel aufdrückt. Der Titeltrack schlägt eine ähnliche Richtung ein, wenngleich „Inquisition“ noch ne Spur druckvoller aus den Boxen ballert und die Hookline noch hymnischer ausgefallen ist. „High Priestess Of The Night“ kehrt dem puren Metal den Rücken und versprüht eher Hard Rock artige Vibes mit einer gewissen 80er Jahre Note, überzeugt ansonsten aber auf der ganzen Linie.
„Burn In Hell“ kehrt dann mit purer Power Metal Energie zurück und bläst mit Double Bass Attacken und kraftvollem Riffing zum Angriff auf den Leibhaftigen. Zeit zum Durchpusten verschafft die ebenso gefühlvolle wie kraftvolle Ballade „Release Me“, die dank der emotionalen Gesangs-Performance unter die Haut geht. „In For The Kill“ entfacht von Beginn an nicht nur ein wahres Riff-Gewitter, sondern knüppelt in bewährter Manier alles in Grund und Boden, ohne jedoch die Melodien zu vernachlässigen.
„In The Eye Of The Storm“ erinnert von seiner Struktur her an „Shame“, auch hier lassen es die fünf Damen in den Strophen etwas gelassener angehen, während im Chorus ein wahrer Sturm entfacht wird. „Mirror, Mirror“ glänzt mit einem Mix aus brachialen Passagen und gemäßigteren Momenten, die den Track zu einem echten Highlight machen. „Malus Maga“ bringt das Album dann ebenso episch zu Ende wie „Sanguini Hominum“ es eingeleitet hat.
BURNING WITCHES haben es nicht nur geschafft, den mit ihren bisher veröffentlichten Alben erarbeiteten Status zu festigen, sondern ich würde sogar soweit gehen „Inquisition“ als ihren bisher reifsten Longplayer einzustufen – ganz ohne Inquisition!
Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Sanguini Hominum
- Soul Eater
- Shame
- The Spell Of The Skull
- Inquisition
- High Priestess Of The Night
- Burn In Hell
- Release Me
- In For The Kill
- In The Eye Of The Storm
- Mirror, Mirror
- Malus Maga
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