Bruce Dickinson – More Balls to Picasso

© Bruce Dickinson

 

Geschrieben von: Tim Karow 
Band: Bruce Dickinson
Album: More Balls to Picasso (2025 Reimagined Version)
Genre: Heavy  Metal
Plattenfirma: BMG 
Veröffentlichung: 25.07.2025

 

Ich habe mir letztens die „More Balls to Picasso – 2025 Reimagined Version“ von Bruce Dickinson vorgemerkt, die im Juli rauskommen soll, und ehrlich gesagt bin ich echt gespannt. Ich habe das Originalalbum aus den 90ern gehört, und obwohl es älter ist, hat es ziemlich viele coole Ideen, die anders klingen als das, was man sonst von Iron Maiden kennt. Dickinson zeigt hier, dass er mehr kann als nur Metal-Geschrei, er experimentiert viel mit Sounds, Stimmungen und sogar mit Funk- und Blues-Rock-Elementen. Jetzt kommt also die Neuauflage, und allein vom Titel her (“Reimagined”) klingt es so, als würde das Ganze nicht nur neu gemischt, sondern wirklich neu interpretiert.

Der erste Song „Cyclops“ war schon im Original ziemlich düster und langsam, fast so wie Doom Metal. Es geht um Kontrolle und Überwachung. Ziemlich unheimlich. Ich denke, dass die neue Version den Song noch bedrohlicher macht, mit modernen Sounds oder sogar so einem leichten Industrial-Vibe im Hintergrund. „Hell No“ dagegen ist total rotzig und aggressiv da sagt er im Prinzip einfach: „Nein, ich mach nicht mit!“ Es ist laut, direkt, irgendwie rebellisch.

Die Neuauflage ist deutlich härter als das Originalstück. „Gods of War“ ist einer meiner Favoriten, weil der Text richtig kritisch ist. Er singt über Religion, Fanatismus und wie Leute im Namen von „Gott“ Kriege führen. Das Ganze hat im Original schon so einen groovigen Rhythmus, fast tribal-mäßig. In 2025 ist dieser Track richtig episch. Was auch erwähnenswert ist ,dass Bruce da seine Stimme fast wie ein dunkler Erzähler einsetzt, Dies führt auch einen interessanten Aspekt ein. „1000 Points of Light“ klingt leider so als ob nichts geändert worden ist. Schade. „Laughing in the Hiding Bush“ hat mich echt überrascht. Es ist ein Song für seinen Sohn, und der Wechsel zwischen ruhigen und wütenden Parts ist richtig emotional. Bruce ist in diesem Werk ruhiger unterwegs als in den 90er.

Die restlichen Songs wie „Change of Heart“, „Shoot All the Clowns“, „Fire“, „Sacred Cowboys“ und natürlich „Tears of the Dragon“ (was für viele der beste Track ist) konnten durch die Neuauflage alle nochmal an Tiefe gewinnen. Vor allem bei Tears of the Dragon kann man feststellen, dass Bruce heute noch mehr Gefühl reinlegt, der Song ist sowieso schon episch und kann in 2025 noch epischer klingen. Was ich auch mega interessant finde: Es gibt zusätzlich zu den neuen Versionen auch zwei Live-Studio-Versionen von „Gods of War“ und „Shoot All the Clowns“. Ich feire das total, weil Live-Versionen oft viel roher sind, da merkt man erst, wie stark die Songs wirklich sind.

Mit More Balls to Picasso – 2025 Reimagined zollt Bruce Dickinson seinem eigenen Mut von 1994 Respekt, und zeigt eindrucksvoll, dass echte Kunst auch Jahrzehnte später neu leuchten kann. Ein Muss für alle, die seine Solokarriere bisher unterschätzt haben. Jedoch holt die Neuauflage mich nicht einhundert prozentig ab. Ich vergebe 7,5 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist :

01 Cyclops 
02 Hell No 
03 Gods of War 
04 1000 Points of Light 
05 Laughing in the Hiding Bush 
06 Change of Hear
07 Shoot All the Clowns n
08 Fire 
09 Sacred Cowboys 
10 Tears of the Dragon –
11 Gods of War – Live in the Studio – 2025
12 Shoot All the Clowns – Live in the Studio – 2025

 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.