
© Borracho
Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Borracho
Album: Ouroboros
Genre: Stoner Metal
Plattenfirma: Ripple Music
Veröffentlichung: 08.08.2025
Borracho zählen seit Jahren zu den verlässlichsten Größen im Stoner Rock. Die Band aus Washington, D.C. steht für erdige Riffs, dichten Sound und eine Handschrift, die zwar selten überrascht, dafür aber konsequent liefert. Mit „Ouroboros“ setzt die Band diesen Kurs unbeirrt fort.
Schon der Opener macht klar: Hier wird nicht lange gefackelt. Fette Gitarrenriffs treffen auf tonnenschwere Grooves und eine Stimme, die rau genug ist, um Johnnie Walker und Jack Daniel(’s) in Angst und Schrecken zu versetzen. Das Trio feuert aus allen bekannten Rohren – und trifft zielsicher das Herz der Stoner-Gemeinde. Wer die Band kennt, weiß: In puncto Druck und Drive macht ihr so schnell keiner was vor.
Allerdings darf man sich von der souveränen Ausführung nicht zu viel Innovation erhoffen. „Ouroboros“ ist handwerklich top, aber eben auch ein Album, das sich auf Genre-Konventionen verlässt. Songs wie „Vegas, Baby“ oder „Freakshow“ bedienen lyrisch wie strukturell Klischees, die man schon häufig gehört hat. Auch das Schlagzeug – präzise gespielt zwar – greift etwas zu häufig und energisch zum Crash-Becken. Das mag live wuchtig wirken, auf Albumlänge wird’s phasenweise etwas ermüdend.
Nichtsdestoweniger ist „Ouroboros“ ein Album wie eine gut geölte Maschine: laut, zuverlässig und mit ordentlich Schub. Überraschungen bleiben dabei weitgehend aus – aber das war wohl auch nie das Ziel. Für Fans des Genres sind Borracho weiterhin ein sicherer Hafen.
Und dafür gibt’s von mir 7,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Vegas, Baby 06:04
02 Succubus 07:29
03 Lord of Suffering 06:59
04 Vale of Tears 02:59
05 Machine is the Master 06:41
06 Freakshow 05:57
07 Broken Man 05:38









