
© Bloodbound
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Bloodbound
Album: Field Of Swords
Genre: Heavy- /Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 21.11.2025
Bloodbound gehören ja schon seit einer halben Ewigkeit zur skandinavischen Power-Metal-Grundausstattung. Zwanzig Jahre sind seit ihrem Debüt vergangen, und inzwischen haben die Jungs aus Schweden mehr Alben im Regal stehen als ich Socken im Kleiderschrank finde. Die neue Scheibe ist Nummer elf, und passend dazu gibt’s elf frische Songs auf die Ohren. Das nenn’ ich mal konsequent.
Thematisch geht’s diesmal zurück ins Jahr 1066. Mittelalter, Schwerter, Schildwall, also all das, was Power-Metallern den Puls hochtreibt. Aber keine Sorge, Keltische Tröten und Dudelsäcke bleiben im Schrank. Bloodbound servieren weiterhin epischen Heavy/Power Metal, der so geradeaus marschiert wie ’ne Truppe Wikinger nach drei Humpen Met.
Ein echter Kracher vorneweg. „Forged In Iron“. Der Song rennt los wie ein Berserker mit Koffeinüberschuss und knallt eine Hook raus, die sich im Ohr festbeißt wie Kaugummi im Teppich. Macht Laune, macht Druck, der absolute Anspiel-Tipp. Überhaupt wirkt die Band so, als hätten sie beim Schreiben der Platte einen gut geölten Kompass in der Hand gehabt. Keine unnötigen Ausschweifungen, kein symphonischer Klimbim-Overkill. Die Songs sind kurz, knackig und wissen, was sie wollen. Der Opener „Field Of Swords“ zeigt direkt, dass die sechs Mannen Selbstbewusstsein satt haben und sich pudelwohl in ihrem Stahl-und-Schweiß-Setting fühlen.
Mit „Born To Be King“ haben Bloodbound noch so eine Mitgröhl-Hymne parat, die man sich gut auf einem Festival vorstellen kann, Bier hoch, Kopf runter, und los geht dat. Und ganz am Ende kommt dann noch der wuchtige Abschluss „The Nine Crusades“, bei dem Unleash The Archers mitwirken und dem ohnehin epischen Ding noch ein paar Grad mehr Bombast verpassen.
Unterm Strich?
Die Platte fährt nirgendwo aus der Kurve, überrascht aber auch nicht mit völlig neuen Erfindungen. Kein Totalausfall, kein „Song des Jahres“, eher ein stabiles Power-Metal-Rundum-Paket, das Fans von Dragonforce, Stratovarius, HammerFall oder Sabaton schon ganz automatisch abholt. Bloodhound machen genau das, was sie seit zwei Jahrzehnten tun: soliden, schnellen, melodischen Power Metal, technisch sauber, spielfreudig und ohne Hokuspokus.
Wird das Rad neu erfunden? Nö.
Macht das Album trotzdem Spaß? Aber ja doch, und zwar ohne peinliche Ausrutscher. Bloodbound liefern hier mit ihrem neuen Werk eine solide 8 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Field Of Swords
02 As Empires Fall
03 Defenders Of Jerusalem
04 The Code Of Warriors
05 Land Of The Brave
06 Light The Sky
07 Teutonic Knights
08 Forged In Iron
09 Pain And Glory
10 Born To Be King
11 The Nine Crusades
Mehr Infos:










