Black Knight – The Tower

© Black Knight

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Black Knight  
Album: The Tower 
Genre: Heavy Metal   
Plattenfirma: No Dust Records
Veröffentlichung: 04.07.2025

 

Eine Band, die Höhen und Tiefen erlebt hat, mit Gründung, Auflösung und einer erneuten „Wiedergeburt“ ist „Black Knight“ aus Amsterdam. Zwischen 1981 und 1982 traten sie als „Capture“ auf. Ab den folgenden Jahren bis 2008 unter ihrem jetzigen Namen. Nach einer vierjährigen Pause haben sie sich 2012 wieder der Musik gewidmet. „The Tower“ ist ihr fünftes Album, rechnet man das 2022 erschienene Live Album „40 Years Live“ mit. Was uns Rudo Plooy (dr), Gertjan Vis (g), Ron Heikens (b), Ruben Raadschelders (g) und Henk Overbosch (voc) nach über 40 Jahren in die Rille gebracht haben, werden wir uns nun anhören.

„Deluded“ führt uns narrativ in die Scheibe ein. Mit sanftem, mittelalterlichem Saitenspiel „verwirrt“ der Opener als Prelude. „Tower“ reißt dann ab dem ersten Ton und textlich mächtig ab (…“breaking down bridges“…). Zu der musikalischen Erkundung „Exploration“ muss man nicht allzu viel an Worten verlieren. Hier regiert Power vom Feinsten. Mit starker Voice und knallhartem Sound räumen sie verdammt ab.

Gleiches gilt für „Misery“. Nach einem harten, starken Beginn nehmen sie etwas Tempo heraus. Schön balladesk mit einer dominanten Voice. „Die“ triumphiert mit extrem knalligen Drums und riffigen Gitarren. Ob das beabsichtigt war, die Songs in dieser Reihenfolge in die Rille zu pressen? Nach „Die“ erleben wir den Aufstieg („Rise“). Mit einem anfeuernden Chorus treibt der Song voran. Lässt flinke Finger die Saiten bearbeiten, und die Menge ein wahnsinniges Solo genießen! Übrigens mein ultimativer Anspieltipp!!

„Deceivers 1“ knüpft da an, wo seine vorherigen Tracks aufgebaut haben. Virtuoses Gitarrenspiel, erbarmungsloser harter Sound gepaart mit der genialen Gesangsleistung von Patrick. Schön wenn Titel ihr Versprechen einlösen. „Fire“ ist so ein Track. Schneller riffiger Rhythmus mit einem extremen starken Refrain. Überraschend der Schluss Track. Zum einen der Titel „Im Dunkeln“ zum anderen das in Deutsch gesungen wird. Verdammt melancholisch, melodiös, was die weeping Guitar unterstreicht. Textlich gesehen ein Aufruf zur Auflehnung, zur Opposition. 

Fazit: Das aktuelle Album überzeugt mit progressiven Elementen, harten Gitarrenriffs und melodiöser Gesangsstruktur. Spektakulär die Idee durch Musik Türme der Unstimmigkeiten einzureißen. Genau wie ihr 2020 erschienenes Album „Road to Victory“, sind sie auf dem Weg mit dieser energiegeladenen Kreativität weiter erfolgreich zu sein. 
Von einem Täuscher („Deceivers 1“) kann keine Rede sein. Der „schwarze Ritter“ verdient 8,5 von 10 Hellfire Punken.  

 

Tracklist:

01-Deluded
02-Tower
03-Survive
04-Exploration  
05-Misery
06-Die
07-Rise
08-Deceivers 1
09-Fire (CD Version)
10-Im Dunkeln  

 

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