
© Beyond the Styx
Geschrieben von:Bernd Kröninger
Band: Beyond the Styx
Album: Divid
Genre: Hardcore Metal
Plattenfirma: Innerstrength Records
Veröffentlichung: 08.05.2026
Aus Tours in Frankreich erreicht uns die neue Scheibe der Hardcore Metaller „Beyond the Styx“. Und wieder fällt mir auf, dass es die nächste Scheibe ist, die sich der Mythologie – wenn auch nur im Bandnamen – hingibt. Diesmal aus der griechischen Mythologie. Nun denn. Konzentrieren wir uns auf die 10 Songs.
Puuh, der Opener fällt gleich mit der offenen Tür ins Haus. „Dust Off“ kommt sofort zur Sache. Unterstützt von Okan Deniz (voc) erfährt der Song eine unrealistische Atmosphäre. Soweit man davon sprechen kann. Ziemlich geschafft klingt die Voice bereits im zweiten Song. „Bystander“ bricht total auseinander. Zumindest macht es den Eindruck. Sehr intensiv mit kreischenden Riffs und den dumpfen Drumschlägen rückt uns „Never Ending War“ zu Leibe, findet sehr schnell ein jähes Ende. Überhaupt. sind die Songs zeitlich sehr minimal gehalten, wenn ich das schon mal vorwegnehmen darf.
Da muss ich jetzt aber staunen. Geben sie sich bewusst leiser? „Anyone“ hat ein cooles fast einminütiges „Intro“, bevor der hemmungslose Hardcore wieder erbarmungslos zuschlägt. Was den Song von den anderen unterscheidet ist die gut 4-minütige Spielzeit, während alle anderen Tracks zwischen 2 und 3 Minuten liegen. Irgendwie scheint diese Scheibe ein einziger Song zu sein. Spürbare klangliche Unterschiede bleiben mir verborgen. „Deadlock V“ scheint nun den stimmlichen Abgesang der Voice zu forcieren. Ballernde Drums wie in vorangegangenen „Shortruns“ verzerrte Gitarrenklänge und die heisere Voice sind das Gerüst der 25 Minuten.
Fazit: Ganz starker Tobak, der uns da aus Frankreich präsentiert wird. Aber irgendwie passt es zu den übrigen Ereignissen in der Welt. Chaos beherrscht die Rille. Brutale Voice mit brachialer Besessenheit überrollen uns mit rasender Geschwindigkeit. Die Scheibe bedient sämtliche Merkmale des Hardcore Metal. Hier wird mit Politik und Gesellschaft abgerechnet. Fans des Genres mögen mir verzeihen, aber mehr als 4 von 10 Hellfire Punkten finde ich unrealistisch.
Tracklist:
01- Dust Off (feat. Okan Deniz)
02- Bystander
03- Never ending War
04- Chaosystem
05- Flowerviolence ( feat. Delphine / Sisterhodd Issues)
06- Anyone
07- Graveyard FS
08- Kiss of the Cobra
09- Deadlock V
10- Storm of Life
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