Betontod – Wir fangen jetzt erst an

©Betontod

 

Geschrieben von Oliver Heberling
Artist
: Betontod
Album: Wir fangen jetzt erst an
Genre: Deutschpunk
Plattenfirma: Betontod Records
Veröffentlichung: 25.09.2026

„WIR FANGEN JETZT ERST AN“ – was für eine Kampfansage für eine Band, die bereits 36 Jahre existiert, weit über 1.000 Konzerte gespielt und zuvor schon elf Alben veröffentlicht hat. 

BETONTOD wurden 1990 in Rheinberg gegründet und begleiten mich seit über 20 Jahren. Vom Kindergarten bis einschließlich Abitur habe ich in der gleichen Stadt gelebt und die Jungs waren seit Stoppt uns wenn ihr könnt als musikalischer Begleiter aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. In dieser Zeit haben BETONTOD viele Entwicklungsschritte gemacht, an denen ich mich zwischenzeitlich auch phasenweise gerieben habe (Mit der Frage: „Wo ist der Punk der Anfangstage hin?“). Doch über diese Zwischenschritte hinweg, haben sie spätestens seit ihrem endgültigen Durchbruch mit Traum von Freiheit vor elf Jahren zu ihrem bis heute anhaltenden Albumkonzept in konstant hoher Qualität gefunden.

WIR FANGEN JETZT ERST AN bewegt sich in ebenfalls innerhalb dieses konzeptuellen Rahmens: Politische Statements („All die schönen Menschen“, „Das schöne Leben ist vorbei“, „Vielleicht sind wir die Letzten“), dazu Durchhalteparolen („Keep calm and carry on“, „Weltuntergang“), Solidarität und Liebe („Du killst mich“, An deiner Seite“, „Für dich“), ein Mittelfinger an alles das ätzend ist („Abwesenheitsnotiz“) und eine bierseelige Hymne („Eine letzte Runde“) – BETONTOD kochen auch hier nach traditioneller Art. Auch ein Social Media-kritischer Song mit tanzbarem Elektroeinschlag und ähnlich gewöhnungsbedürftigem Refrain wie „Tanz im Algorithmus“ hat sich aufs Album geschlichen („Alles für den Content“). 

Neu im Konzept ist eine deutlich nachdenklichere und sehr persönliche Note der Texte, die vor allem bei den Balladen „Küchentisch“ und „Wir fangen jetzt erst an“ den Song tragen. Trotzdem ist WIR FANGEN JETZT ERST AN nicht mit dem klassischen Spätwerk anderer alternder Punker, die nur in der Vergangenheit schwelgen, zu vergleichen. Der Titel verspricht was er hält und warum auch aufhören? Bis zum Ruhestand haben Meister, Eule, Ado, Mario und Maik ja auch noch Zeit! 

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire-Punkten gepaart mit riesiger Vorfreude auf die anstehende Oktober-Tour.

 

Tracklist:
01 – All die schönen Menschen
02 – Du killst mich
03 – Eine letzte Runde
04 – Alles für den Content
05 – Keep calm and carry on
06 – An deiner Seite
07 – Das schöne Leben ist vorbei
08 – Für dich
09 – Weltuntergang
10 – Küchentisch
11 – Vielleicht sind wir die Letzten
12 – Abwesenheitsnotiz
13 – Wir fangen jetzt erst an

 

Weitere Infos:
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