
© Benediction – Ravage of Empires
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Benediction
Album: Ravage of Empires
Genre: Death Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 04.04.2025
BENEDICITION, die Todesmetaller aus Birmingham/England sind seit 1989 ohne Unterbrechungen bis heute aktiv. Ihr Debütalbum „Subconscious Terror“ aus dem Jahre 1990 feiert am 2. September 2025 sein 35jähriges Jubiläum seit der Auferstehung. Im April nun erschien ihr neuntes Werk, was und das „Ravage of Empires“ gerufen wird, 47:25 min. Spielzeit aufweist und diese füllt mit 11 Tracks im Gepäck.
„A Carrion Harvest“ geht ohne Vorspiel mit einem „dreckigen“ Lachen ins Rennen und dem gefolgt wird aus dem Hause Attacke druckvolle und energetische Wucht dargereicht, die in die Gehörgänge eindringt. Der Rhythmus wechselt immer mal wieder, der Druck aber bleibt und dies alles von einem feinen Soundgewand ummantelt. „Beyond the Veil (of the Grey Mare)“ stimmt sich ein, findet sich zusammen und entlässt energetisch geradliniges und das im entsprechenden Rhythmus, der hin und wieder mal abbremst und daher auch anders daherkommt. „Genesis Chamber“ zelebriert anfänglich 6-Saiter Momente, ein Herr mit Sprache gesellt sich dazu und ein wenig „Chaos“ formiert sich, was aber folgend kraftvoll und aggressiv in der Spielweise zurückgelassen wird, während ganz zu meiner Freude die Geradlinigkeit Einzug hält und die sich immer wieder mal mit aufstampfenden Momenten abwechselt.
„Deviant Spine“ bietet feinst hörbaren Druck, die Felle werden einmal quer verprügelt und der im mittlerem und wechselnden Tempo seine Berufung findet und darbietet und mir parallel dazu Dave Ingram seine Texte gesanglich brutal in die Gehörgänge drückt. „Engines of War“ rammt sich den Weg im mittleren Tempo und flotteren Tempo frei, hinterlässt tiefe klangliche Spuren im Morast und grooved, wenn er sich etwas erholten möchte. „The Finality of Perpetuation“ zieht die 6-Saiter hoch, zieht sie tiefer und ab geht die gemeinsame flotte und energetische Reise die sich steigert, aber nicht dauerhaft schnell Backpfeifen verteilt und wenn doch, dann mit Double-Bass richtig. One-two-three-five-four…..
„Crawling over Corpses“ reitet schön vorwärts, richte sich auf und empor, hält den Druck permanent aufrecht und Peter Rew und Darren Brookes an der jeweiligen Gitarre, Nik Sampson am Bass, Giovanni Durst an der Schießbude und Dave Ingram liefern richtig fett und breitgefächert ab. „In the Dread of the Night“ ist wieder so ein anfängliches Brett, dass genau meinen Geschmack trifft in Sachen schnellerer und körperlicher Bewegung. Zum Glück für mich fallen die „entspannteren Augenblicke“ hier fast weg und so kann ich meine Gehörgänge ordentlich durchpusten lassen. “ Drought of Mercy“ pustet weiter in aggressiver und frontaler Form und gibt aber auch dem groove eine Chance sich zu präsentieren. Ansonsten wird mehrfach fein aus allen bekannten Rohren geballert, Double-Bass sind wieder aktuell und so bekommt man nebst anderem einiges zusätzlich geboten. „Psychosister“ ist der Vorletzte im Bunde, trommelt sich unterschiedlich ein und stampft demensprechend auf. Im ganzen bleibt er seiner Linie treu und pfeffert, wenn auch nicht in High-Speed, einem ordentlich das Songwriting um die Ohren.
Der Letzte wird nicht mehr der Erste sein und so betritt „Ravage of Empires„, aber ohne Frust die Bühne. Der Song selbst ist ein gewaltiges Brett, geht gut nach vorne und verteilt ordentliche Backpfeifen. In einigen dazwischen liegenden 6-Saiter Sequenzen erscheint Slayer vor meinem hörenden Ohr, aber das mag nur bei mir so sein. Der Track Number Elf ist ein würdiger Abschluss, auch wenn er wenig abbiegt.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
- A Carrion Harvest 03:25
- Beyond the Veil (of the Grey Mare) 05:15
- Genesis Chamber 04:11
- Deviant Spine 04:48
- Engines of War 03:09
- The Finality of Perpetuation 04:00
- Crawling over Corpses 04:42
- In the Dread of the Night 04:51
- Drought of Mercy 04:56
- Psychosister 03:23
- Ravage of Empires 04:45
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