Belzebubs – Pantheon of the nightside gods

© Belzebubs

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Belzebubs
Album: Pantheon of the nightside Gods
Genre: Melodic Blackened Death Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 26.04.2018

 

Die BELZEBUBS. Als Comic Figuren gibt es sie schon länger (Seit 2002). Doch jetzt wollen sie die ganze Welt erobern. Letztes Jahr Ende Juni erschien der erste Vorgeschmack in Form der Single “Blackend Call” via Century Media. Das klang schon vielversprechend, aber über die wahre Identität weiß man heuer auch noch nicht mehr. Meine damaligen Vermutungen lasse ich aber auch heute noch stehen.

Nun ist es also so weit. Das lang ersehnte Debüt Album der BELZEBUBS ist bereit um auf die Menschheit losgelassen zu werden. PANTHEON OF THE NIGHTSIDE GODS bietet in 53 Minuten frischen, kraftvollen Melodic Blackend Death mit einem guten Schuss finnischen Melodic Death Metal. Was sich mit BLACKEND CALL angedeutet hatte, wird hier in feinster Weise fortgesetzt. Auch vor progressiven Elementen wird nicht halt gemacht. Ebenso wie vor bombastischen, soundtrackartigen Klanglandschaften.

Schon der erste Song CATHEDRALS OF MOURNING macht so richtig Spaß. Schnell und düster und aggressiv kracht es aus den Lautsprechern, allein der Song macht deutlich, dass hier keine Neulinge am Start sind. Die Belzebubs sind eine neue Supergroup, bei der man die jeweiligen Protagonisten nur erraten kann. Zumindest beim Sänger bin ich mir schon ziemlich sicher.

Einige Gäste hat man eingeladen sich auf der ersten Scheibe zu verewigen. Unter anderem ICS Vortex (Borknagar, Ex-Dimmu Borgir) und Lindsay “Skvll­craft” Schoolcraft (Cradle Of Filth). Letztere hat dann auch gleich im Video zu CATHEDRALS.. einen Auftritt. Unbedingt anschauen!

Einen Ausfall sucht man auf der Platte vergebens. Wie es sich für ein von Dan Swanö produziertes Album gehört, kann man als Hörer beste Qualität erwarten. Auch songwriterisch. Genannter erster Song, BLACKENED CALL und ACHERON sind schon wirklich stark und werden nur noch vom epischen wie grandiosen (mit einigen Prog Metal Momenten versehenen) DARK MOTHER getoppt. Geile neun Minuten.

Zuvor lädt THE CROWNED DAUGHTERS zunächst zum Träumen ein, ein Hauch von Folk legt sich übers Album, klare, sanfte Vocals tragen den fast rein akustischen Song, bis es kurz vor Schluss zum kurzzeitigen Ausbruch kommt. Überraschend, aber absolut passend und in sich stimmig und irgendwie genial. Aber auch NAM GLORIA LUCIFER oder THE WEREWOLF BRIDE sind es wert immer wieder gehört zu werden. Gerade letzterer überzeugt durch mehr melodische Passagen und erinnert stark an die Labelkollegen von ‘Insomnium’ – und nicht erst jetzt durch den Gesang.

Abschließend folgt der Titelsong PANTHEON OF THE NIGHTSIDE GODS. Ruhiger, langsamer Beginn, relativ kurzer heftiger Mittelteil und langsam ausklingendes Ende, welches den Bogen zum ersten Song schlägt. Vielleicht nicht ganz stellvertretend für das gesamte Album, aber der zuvor gewonnene Eindruck bestätigt sich hier, bzw. verstärkt sich sogar ob der grandiosen Melodien und des klaren Gesangs der hier wieder von ICS Vortex stammen dürfte.

Ja, es ist ein Debüt Album. Aber keines von Anfängern, von jungen Musikern die sich beweisen wollen. Vielmehr toben sich die vier BELZEBUBS in einer Art und Weise aus, die es in ihren Hauptbands wohl so nicht zuläßt. Den Fan erfreut es auf jeden Fall, und es bleibt spannend, wer sich hinter den Comic Figuren versteckt und ob man die Jungs überhaupt mal live erleben wird. Über weitere Outputs würde sich bestimmt nicht nur ich freuen. PANTHEON OF THE NIGHTSIDE GODS ist ein verdammt gutes Album geworden, welches ich jedem Freund vom melodischen Black und Death Metal ans Herz legen kann.

von mir gibt es 9 von 10 Hellfire Punkten

 

Tracks:

1 – Cathedrals Of Mourning (6:19)
2 – The Faustian Alchemist (4:14)
3 – Blackened Call (3:43)
4 – Acheron (7:32)
5 – Nam Gloria Lucifer (4:29)
6 – The Crowned Daughters (5:11)
7 – Dark Mother (9:16)
8 – The Werewolf Bride (4:08)
9 – Pantheon Of The Nightside Gods (8:55)

 

Line-Up:

Hubbath – Vocals, Bass
Obesyx – Lead Guitar
Sløth – Guitars, Vocals
Samaël – Drums

 

Weitere Infos:

Offizielle Homepage
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JP Ahonen

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