
© Belzebong
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Belzebong
Album: The End is High
Genre: Stoner- / Doom Metal
Plattenfirma: Heavy Psych Sounds Records
Veröffentlichung: 20.02.2026
Die Polen von Belzebong liefern mit ihrem neuen Stoff einmal mehr genau das, was man von ihnen erwartet. Wie gewohnt, funktioniert das Ganze so gut. Instrumentaler Stoner Doom, der nicht auf Effekte, sondern auf Wirkung setzt. Das ist richtig cool. Riesige Fuzz-Wände, hypnotische Grooves und diese leicht okkulte, benebelnde Atmosphäre, die sofort den Raum füllt, machen sich auf diesem Werk bemerkbar.
Schon „Bong & Chain“ zieht einen tief in diesen Soundstrudel hinein. Die Gitarren walzen sich langsam, aber unaufhaltsam nach vorne, während unterschwellige Melodik dafür sorgt, dass die knapp elf Minuten nicht wie Stillstand wirken, sondern wie ein bewusst gesetzter Sog. Danach bringt „420 Horsemen“ tatsächlich so etwas wie Bewegung ins Spiel. Für Doom-Verhältnisse fast schon spritzig,und zeigt, dass die Band ihre Dynamik sehr wohl kontrolliert einsetzen kann.
„Hempnotized“ funktioniert dann als perfekter Übergang. Direkte Schwere, tranceartig und genau so gebaut, dass man sich immer tiefer in diesen Klangraum hineinziehen lässt. Spätestens hier merkt man, wie gut die Band ihre Instrumentalstücke dramaturgisch aufbaut. Und dann kommt mit „Reefer Mortis“ das Finale, das den ganzen Trip krönt. „Reefer Mortis“ ist ein monströser, fast ritueller Track, der alles vereint, was diese Band ausmacht: Doom-Schwere, psychedelische Weite und diese fast sakrale Intensität.
Natürlich bleibt die Musik kompromisslos in ihrer Nische, irgendwo zwischen Electric-Wizard Verehrung und der Monolithik von Bongripper. Aber genau darin liegt die Stärke: Belzebong versuchen nicht, das Genre neu zu erfinden, sondern perfektionieren es.
Zusammengefasst ist „The End is High“ eine Platte mir weniger Songs, was mein einziges Manko ist, als vielmehr Zustände liefert. Kein hektisches Durchhören, sondern ein Sound, der sich langsam festsetzt und mit jedem Durchlauf schwerer wiegt. Genau so muss instrumentaler Stoner Doom klingen. 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Bong & Chain
02 420 Horsemen
03 Hempnotized
04 Reefer Mortis
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