Behemoth – Sventevith (Storming near the Baltic) – Re-issue

© Behemoth

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Behemoth
Album: Sventevith (Storming near the Baltic)- Re-issue
Genre: Black Metal
Plattenfirma: Metal Blade Records
Veröffentlichung: 03.09.2021

 

Im Jahre 1995, also schon vor 26 Jahren, veröffentlichten BEHEMOTH ihr Debütalbum SVENTEVITH (STORMING NEAR THE BALTIC). Damals war noch nicht daran zu denken, dass die polnische Band um Frontmann Adam Michał “Nergal” Darski in der Extreme Metal Szene einmal ein solchen Status (wie sie es nun mal heute haben) haben werden. Vor allem wenn man bedenkt, dass man auf dem Debüt noch lupenreinen, norwegisch geprägten Black Metal spielte, der mit ‘Emperor’ oder auch ‘Enslaved’ zu der damaligen Zeit konkurrieren wollte.

Die Produktion war rau, sehr reduziert, fast Lo-fi, die Gitarren sägten sich in den Schädel, Nergal keifte und schrie noch ins Mikro. Die Atmosphäre stimmte, Keyboards sorgten für großflächige Soundteppiche, melodisch war das ganze schon damals. Man kann heute von einem guten, authentischen Debütalbum sprechen, von dem auch heute noch ab und an Songs in den Live Set Listen auftauchen. Nun eine Neuauflage mit reichlich Bonusmaterial, in diversen CD und Vinyl Ausführungen. Das es in meinen Augen nur bedingt gebraucht hätte. Der Großteil des Bonusmaterials beschränkt sich auf Live Mitschnitte von Songs dieses Albums. Leider haben die selten mehr als Bootleg Charakter. Als hätte man Handy Videos auf YouTube dazu benutzt und auf CD, bzw. Vinyl gepresst. Ist wohl eher was für Puristen und Die Hard Fans.

Wer den Anspruch und Standard der Band heute kennt, wird sich also ein bisschen wundern. Aber vielleicht wollte es die Band, bzw. Nergal so. Passend zum rohen Black Metal Sound der Mitneunziger, dann auch Live Aufnahmen eben jener Songs in der klanglichen Qualität, auch wenn dieser erst vor ein paar Jahren aufgenommen wurden. (wie z.B. Live at Merry Christless Festival, Poland, 2017 oder Live at Black Metal Inferno Fest, Netherlands, 1996) Die wenigen Bonsutracks, die nicht live sind, sind bis dato unveröffentlicht und / oder rare Frühwerke, die sich ins perfekt ins Debüt einfügen. Dummerweise fehlt mit Transylvanian Forest der zehnte Song der ursprünglichen Pressung.

Letzten Endes muss jeder für dich entscheiden, ob er die Neuauflage anschafft. Was das Debüt SVENTEVITH (STORMING NEAR THE BALTIC) an sich angeht, auf jeden Fall. Die Platte ist es wert und zeigt wo BEHEMOTH ursprünglich herkommen. Die hauptsächlich Live Bonus Tracks sind mehr was für Fanatiker und Hardcore Fans. In der Qualität braucht das aber niemand wirklich. Für das Album an sich hätte man deshalb ruhig eineinhalb bis zwei Punkte mehr geben können, für die vollgepackte Neuauflage, wie sie hier vorliegt, gibt es von mir nur 6,5 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracks:

CD 1
01 – Chant of the Eastern Lands
02 – The Touch of Nya
03 – From the Pagan Vastlands
04 – Hidden in a Fog
05 – Ancient
06 – Entering the Faustian Soul
07 – Forgotten Cult of Aldaron
08 – Wolves Guard My Coffin
09 – Hell Dwells in Ice

CD 2
01 – Cursed Angel of Doom
02 – Dark Triumph
03 – Bless Thee for Granting Me Pain (by HELEVORN)
04 – Hell Dwells in Ice (by HELEVORN) (Unreleased)
05 – Hidden in a Fog (Live at Merry Christless Warsaw 2017)
06 – From the Pagan Vastlands (Live at Black Metal Inferno Fest 1996)
07 – Hidden in a Fog (Live at Black Metal Inferno Fest 1996)
08 – Wolves Guard My Coffin (Live at Black Metal Inferno Fest 1996)
09 – Hidden in a Fog (Live at Riviera Remont, Warsaw 1996)
10 – From the Pagan Vastlands (Live in Maastricht, Pagan Triumph Tour 1996)
11 – Hidden in a Fog (Live in Maastricht, Pagan Triumph Tour 1996)

 

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