Battle Beast – Steelbound

© Battle Beast

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Battle Beast
Album: Steelbound
Genre: Melodic Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 17.10.2025

Nimmt man den Titel „Steelbound“ als Maßstab, müsste das neue Album der finnischen Melodic Metaller BATTLE BEAST eigentlich ein knallhartes Stück Edelstahl werden. Dies wäre angesichts der beiden letzten etwas seichteren Longplayern „Circus Of Doom“ und „No More Hollywood Endings“ sicherlich eine wohltuende Rückbesinnung in Richtung der etwas deftigeren Anfangswerke.

Um es gleich vorweg zu nehmen, diese Hoffnung erfüllt sich nicht wirklich. Der Opener „The Burning Within“ geht zwar durchaus energisch zu Werke und kann mit einer leicht zugänglichen Melodieführung aufwarten, jedoch gehören für mich zu einer richtigen Metal Scheibe auch entsprechend vernehmbare Gitarren. Von denen sollten laut Line Up wenigstens zwei vorhanden sein, doch mit Ausnahme des Solo Parts gehen diese irgendwie im Mix unter. „Here We Are“ klingt schlicht nach Party-Metal mit starkem Hang zum Pop – insbesondere im Refrain, was man mögen kann oder eben auch nicht.

Hätten Abba einen ansatzweise „härteren“ Ansatz gewählt, so würde das Ergebnis vermutlich wie der Titeltrack klingen, der für mich mit Ausnahme des Mittelteils alle Ingredienzien für die Tanzflächen dieser Welt mitbringt. Und wenn man denkt, dies ließe sich nicht mehr steigern, der hat die Rechnung ohne „Twilight Cabaret“ gemacht, denn hier werden wild irgendwelche karibisch anmutenden Tanz-Klänge runtergemischt. Das mag zwar vielleicht die Let’s Dance Jury erfreuen, als Metal-Fan kommt mir eher das Grausen.

Das sich anschließende „Last Goodbye“ ist dann gottlob nicht die befürchtete Schmalz-Ballade, sondern ein schwungvoller Midtempo Track mit typischen BATTLE BEAST Elementen, wie man sie von Songs wie „Eden“ her kennt. Nach dem völlig belanglosen, pseudo-atmosphärischen Instrumental „The Long Road“ folgt mit „Blood Of Heroes“ ein Song, der nicht nur aufgrund seiner Marsch-Rhythmik sowie seiner Folk-Einflüsse genauso gut auf dem zeitgleich erschienenen neuen Werk der schwedischen Kollegen Sabaton gepasst hätte.

„Angel Of Midnight“ ist ähnlich seicht ausgefallen wie „Steelbound“, auch „Riders Of The Storm“ kann nicht so wirklich mit Härte locken – geht dank einer seiner cheesigen Melodie aber wenigstens gut ins Ohr und das abschließende „Watch The Sky Fall“ lässt zu meiner Freude tatsächlich hier und da mal die Sechssaitige kreischend aufheulen, liefert ansonsten aber „nur“ gewohnte Kost.

„Steelbound“ bietet zwar jede Menge Hooks und zumeist tanzbare Songs, für ne Metal Scheibe ist da allerdings relativ wenig Substanz vorhanden, zumal man sich – wie beschrieben – manchmal wirklich fragen muss, wozu BATTLE BEAST eigentlich zwei Gitarristen in der Band haben, richtig zu hören sind die leider viel zu selten.

Von mir gibt es 5,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. The Burning Within
  2. Here We Are
  3. Steelbound
  4. Twilight Cabaret
  5. Last Goodbye
  6. The Long Road
  7. Blood Of Heroes
  8. Angel Of Midnight
  9. Riders Of The Sorm
  10. Watch The Sky Fall

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