
© Bastard Cröss
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Bastard Cröss
Album: Crossripper
Genre: Blackened Trash Metal
Plattenfirma: Morbid And Miserable Records
Veröffentlichung: 31.10.2025
Bastard Cröss treten mit „Crossripper“ aus den Schatten, als hätten sie es sich zur Aufgabe gemacht, die klaffende Lücke zu füllen, die Nifelheim mit ihrer Release-Pause hinterlassen haben. Während viele Black/Thrash-Acts einfach nur dreckig klingen wollen, wirken diese Jungs aus Philadelphia, als wären sie direkt in einem öltriefenden Proberaum in der Hölle großgezogen worden. Kein Firlefanz, kein Gefrickel um des Gefrickels willen, nur pure, versiffte Energie, die sofort beißt.
„Crossripper“ klingt, als hätten Motörhead ein Faible für schwarze Magie entwickelt und dabei vergessen, wie man den Fuß vom Gaspedal nimmt. Die Riffs sind roh, die Läufe giftig, und der Bass pumpt wie ein rostiger Motor, der trotzdem nicht verrecken will. Songs wie „Headless“ oder „Phantom Pestilence“ brechen nicht einfach über dich herein, sie schlagen eine Schneise, in der nichts stehen bleibt. Es ist diese Mischung aus unbändigem Black’n’Roll-Drive und einer fast schon punkigen Scheißegal-Attitüde, die das Album so gefährlich macht. Bastard Cröss klingen aber nicht wie Schüler großer Helden, eher wie deren verdammte Erben, die zu viel im Testament gefunden haben. Man hört die Einflüsse, klar, aber noch deutlicher spürt man die eigene Handschrift. Dieses gierige Nach-vorne-Preschen, die rußige Produktionsnote, die giftige Energie, die alles überzieht.
Und während anderer Bands sich in Konzepten verzetteln, liefern Bastard Cröss einfach eine 30-minütige Rasierklinge ab, die man sich freiwillig über die Kehle zieht. Kein Füllmaterial, kein Ausruhen, kein Blick zurück.
Wer sich nach dem alten Geist von Venom, den besessenen Rock’n’Roll-Vibes von Lemmy und der kalten Bedrohung von Celtic Frost sehnt, bekommt hier genau das. Nur dreckiger, frischer und hungriger.
Mir hat die Platte sehr gut gefallen, die Jungs aus Philadelphia bekommen 8 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Parasitic
02 Crossripper
03 Lycan Knights
04 Headless
05 Satanic Pandemonium
06 Sacrophagus
07 Demons At Midnight
08 Phantom Pestilence
09 Behead The Priest
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