Bandvorstellung und Interview Tornic

© Tornic

Mit dem Hellfire Quick 5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von wenigen Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Dies ist nun eine Bandvorstellung und Interview zugleich. Stattgefunden hat dies im Wohnzimmer von „Christiaan Freij“, seines Zeichen Administrator der Facebookgruppe „Wir Leben Düsseldorf“ und Lebensgefährte von „Nicole Tulke“ welche als Sängerin in der Band tätig ist. Doch nun erstmal zu Band selbst:

Bandname: Tornic
Genre: Rock
Bandmitglieder und Funktion: Nicole „Nic Flame“ Tulke Gesang, Jörg Eller Gitarre, Thilo Naumann Gitarre, Markus „Makko“ Jambor Bass, Sebastian „Netro“ Oehme Schlagteug
Heimatstadt: Krefeld
Facebook-Seite: https://www.facebook.com/profile.php?id=61588596600724
Youtube-Channel:  https://www.youtube.com/@TORNIC-n7l
Instagram-Channel: https://www.instagram.com/tornic_band/
E-Mail-Adresse: tornic@gmx.net

Über uns: TORNIC, die Krefelder Band, steht für modernen, treibenden Gitarrenrock mit klarer Kante. Seit der Gründung 2024 sorgt die Formation aus NRW für Aufmerksamkeit: harte Riffs, druckvolle Grooves und eingängige englischsprachige Songs, die live sofort zünden. Angeführt von Frontfrau Nic Flame liefert TORNIC eine energiegeladene Mischung aus klassischer Rockbesetzung und frischen, progressiven Elementen. Als kreative Stimme der Band schreibt Nic sämtliche englischsprachigen Texte selbst und prägt damit die klare, unverwechselbare Ausdruckskraft von TORNIC. Die Gitarrenfraktion mit Eller (Lead) und Thilo (Rhythmus) bildet das kraftvolle Fundament der Band. Thilo und Sound‑Tüftler Jörg arbeiten bereits seit 2000 in verschiedenen Projekten zusammen – eine kreative Partnerschaft, die den charakteristischen TORNIC‑Sound prägt. Makko verleiht den Songs mit seinem erdigen, druckvollen und tragenden Basssound die Tiefe und Wucht, die TORNIC live wie im Studio unverwechselbar macht. Netro setzt am Schlagzeug mit überraschenden, teils progressiven Figuren Akzente und liefert als Ideenquelle viele Songskizzen aus seiner kreativen Ideenkiste. Eller kümmert sich zudem um die gesamte technische Ausstattung der Band – von Gitarren‑Setups bis Bühnentechnik – und wird dabei von Netro unterstützt, der ebenfalls tief im Equipment‑Thema steckt. Aktuell präsentiert TORNIC ihre neuen Songs live – 2027 steht die Produktion des ersten Albums an. TORNIC ist eine Band, die nicht nur spielt, sondern abholt, antreibt und mitreißt.

Und hier nun zum Interview:

Anwesend von der Band waren die Sängerin „Nicole Tulke“, kurz „Nic“ sowie die Gitarristen „Jörg Eller“, einfach nur „Eller“ und „Thilo Naumann“, kurz „Thilo“

Dazu erst mal ein kleines Statement der Anwesenden:

Nic:  Ich bin Nicole Tulke, Künstlername Nic Flame. Ich mache seit über 20 Jahren Musik. Querbeet, Rock, Pop. Und jetzt wieder mal in einer Band-Konstellation. Und das Besondere mit eigenen Texten, eigenen Songs und Coolen Jungs.

Eller: Ich bin Jörg Eller, ich werde von allen nur Eller genannt. Ich mache mit Thilo seit über 25 Jahren Musik in Krefeld. Es war quasi meine erste Band damals in Krefeld. Ich habe damals ganz viel mit Van Halen versucht, Gitarre zu lernen. Ich bin aber oft gescheitert. War ja ein ziemlich hoher Anspruch. Aber mit der Musik bin ich groß geworden. Seit über 25 Jahren mache ich fast ausschließlich nur noch eigene Musik.

Thilo: Ich bin Thilo, Thilo Naumann. Wie Jörg schon berichtet hat, machen wir schon sehr lange zusammen Musik. Seit 2020 sind wir beide zusammen in verschiedenen Bands und Projekten. Selber habe ich davor auch schon in einer anderen Band gespielt. Ich habe so ein bisschen mit Cover angefangen, wie das so häufig der Fall ist. Und habe als zehn-, zwölfjähriger Gitarre gelernt. Erst klassisch bei der Kreismusikschule in Viersen. Und mit Akustikgitarre angefangen. Später dann auch E-Gitarre dazu gespielt. Wie hat sich das alles entwickelt? Erst eine Band gegründet, Covermusik gemacht. Wie das so ist, lernt man Leute kennen, mit denen man dann doch nicht langfristig Musik zusammen machen möchte. Irgendwann im Jahr 2000 habe ich Jörg kennengelernt über eine Kleinanzeige. Internet gab es in der Form noch nicht. Ich weiß noch, wie er mich angerufen hat und mir am Telefon erzählt hat, welche Verstärker er spielt und welche Musik er gerne hört. Und ich weiß noch heute, wo ich damals gestanden habe in meiner Wohnung.

 

HF: Wie viele Jahre macht ihr schon Musik und ist es noch immer die original Besetzung und warum habt ihr eine Sängerin gesucht und nicht selbst diesen Part übernommen. Dazu dann noch euer Bandname. Hattet ihr da keine Angst vor Verwechslungen mit der Band Tonic, welche sich bei Google auftut wenn man euren Namen eingibt.

Eller:  Seit 2024, glaube ich, ist das, oder Thilo?

Thilo: Seit 2024. Und zwar war es so, dass wir als Band schon ein, zwei Jahre vorher bestanden haben und auch die letzten Jahre bei einer Band namens Concrete zusammengespielt haben. Und die Band hat sich irgendwann aufgelöst nach vielen Jahren. Und dann haben wir erst mal eine kurze Zeit Pause gemacht, um ein bisschen Abstand voneinander zu gewinnen. Und haben uns dann irgendwann wir vier Männer, das ist der „Netro“, der Schlagzeuger, der „Makko“, der Bassist, Eller und ich, irgendwann wieder zusammengesetzt und haben gesagt, was machen wir? Lösen wir uns auf? Machen wir was Neues? Machen wir was anderes? Und haben uns dann nochmal tief in die Augen geschaut und haben gesagt, eigentlich haben wir, so verschieden wir auch sind, immer gut harmoniert. Wir haben uns unterm Strich immer gut verstanden. Es hat ja nie richtig böses Blut gegeben. Klar ist man ab und zu mal anderer Meinung. Und dann ist auch der eine mal ein paar Stunden sauer auf den anderen, wenn mal ein paar Worte gefallen waren, die vielleicht den anderen verletzt haben. Aber es war nie so, dass wir Probleme hatten, zusammen wieder in den Proberaum zu gehen. Ja, und haben uns damals dazu entschlossen, wir passen musikalisch zusammen, wir wissen, was wir an den anderen jeweils haben und haben gesagt, lass was Neues machen. Und dann sind wir zu dem Punkt gekommen, okay, wir brauchen wieder Gesang, weil keiner von uns einfach so eine gute Gesangsstimme hatte und so sicher war im Bereich Gesang, schon gar nicht die Saiteninstrumente, dass wir gesagt haben, das trauen wir uns zu.

Eller: Ja, keine Chance auf Singen und Gitarre spielen gleichzeitig. Also ich bin schon ziemlich busy mit Gitarre spielen. Wir haben schon in frühen Jahren mit einer Sängerin angefangen. Das hatte sich irgendwie immer bewährt und war auch nie hinderlich beim Suchen von Auftrittsmöglichkeiten. Und deswegen haben wir auch so weiter gemacht. Und wir waren zwar offen für männlichen Gesang, aber haben uns sogar gefreut, dass wir wieder weiblichen Gesang haben.

 

HF: Nic du bist seit Jahren musikalisch unterwegs. Wenn mich nicht alles täuscht auch noch mit der Nic Flame Band. Was hat dich dazu bewogen dich bei der der Band als Sängerin zu bewerben und hast du zu irgendeinem Zeitpunkt daran gedacht einfach alles hinzuschmeißen

Nic: Nein. Also ich denke, ich bin eher der Typ, ich mache Musik, bis ich von der Bühne kippe. Also glaube ich so. Nehme ich bis jetzt an, dass es so kommen wird, hoffe ich. Ich hatte mal wieder richtig Lust, die Sau rauszulassen und richtige Rockmusik zu machen. Und da ich ja auch mit meinem Solo-Projekt die Schiene gegangen bin, jetzt ein paar eigene Songs auch realisieren konnte, die ich schon länger in der Schublade hatte, hat mich das total angesprochen. Weil ich da die Möglichkeit jetzt in dieser Konstellation habe, eben auch Texte, meine Texte zu schreiben. Weil die Jungs, die machen die Melodien und die Sounds und so weiter. Und ich kann mich da textmäßig sehr austoben, englische Texte. Und ich hatte die Anzeige halt gesehen im Backstage-Pro und da war ein Soundbeispiel bei. Und da habe ich gedacht, ja, das ist so richtig in die Fresse. Das gefällt mir. Kompakter Sound. Ich habe mich da gesehen und dachte mir, ja, das ist es. Und dann habe ich natürlich, was mich sehr gereizt hat, dass die Jungs auch geschrieben haben, wir sind schon längere Jahre zusammen. Man kennt das ja, das ist immer sehr schwierig, bis man alle zusammen hat. Da habe ich mich vielleicht dann auch so ein bisschen ins gemachte Nest gesetzt.

 

HF: Wer gibt bei euch die musikalische Richtung vor und was hat sich geändert als Nic zu euch gestoßen ist

Eller: Es gibt keinen Diktator in der Band. Wir haben die musikalische Richtung, die geben wir alle vor. Die hat sich entwickelt, obwohl die einen hören mehr mainstreamigen ACDC-Rock.Dann gibt es welche mit Van Halen, Foo Fighters. Es gibt Progressive Rock. Es gibt Metal Liebhaber bei uns. Und wir haben uns mit unseren Vorlieben genau mit der Musik, die wir spielen, zusammengefunden. Mal entwickelt sich ein Song aus einem Gitarrenriff. Dann hat jemand eine komplette Idee, einer von uns, an der wir weiterarbeiten. Insofern gibt es noch nicht mal den ständig gleichen Ansatz, wie wir an die Songs rangehen. Und die Musikrichtung, wir mögen alle Rock, jeder von uns. Und das hat sich dann tatsächlich so ergeben. Und das hängt natürlich auch mit zusammen, was wir auf unseren Instrumenten spielen können. Aber das musst du ja nicht schreiben. Was ich noch ergänzen kann, ist, in den meisten Fällen ist es tatsächlich so, dass erst durch die Instrumente eine gewisse Grundstruktur besteht. Aber wir haben auch jetzt ein bzw. zwei Songs dabei, die hat die Nick mitgebracht, weil sie die schon mal grob zu Hause kreiert hat. Und da haben wir als Band versucht, um den Gesang herum, um die Gesangsmelodie herum, die Musik zu kreieren. Sie haben ihre Songs ge“tornic“t.

Nic: Ja, genau, was vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig war für die Jungs auch, ich habe die Instrumentals dann mit nach Hause genommen und habe dann manchmal an Stellen gesungen, wo die das gar nicht erwartet haben. Und das hat die alle so ein bisschen durcheinandergewürfelt und war so ein bisschen komisch. Ja, das ist erst das Intro, warum singst du denn jetzt hier schon was rein? Aber bei manchen Songs ist es so geblieben, bei anderen haben wir uns da anders geeinigt, aber insgesamt passt das immer ganz gut. Okay.

Thilo: Ich möchte nochmal kurz auf deine erste Frage zurückzukommen. Du hattest gesagt, die Verwechslung mit Tonic. Das konnte ich nicht ganz so nachvollziehen. Was hast du gesagt? Wenn man den Namen Tonic googelt, kommt was? Tonic kommt dann wahrscheinlich. Eine US-Band, die auch existiert. Generell zum Bandnamen möchte ich dir so viel sagen, dass es natürlich immer ein Prozess ist, einen Namen für eine Band zu finden. Und zwar ganz wichtig, dass wir einen neuen Bandnamen finden. Und wenn man da ein Brainstorming betreibt und sich Gedanken dazu macht, dann stellt man fest, viele Namen sind vergeben. Oder die Bandmitglieder selber haben natürlich immer irgendeinen Kommentar zu irgendwelchen Vorschlägen. Und an der Stelle haben wir dann nach langen, langen Wochen, kann man sagen, fast, den Namen Tonic gefunden. Und was der bedeutet, möchte ich an dieser Stelle noch nichts sagen. Das würden wir später nochmal lüften wollen, das Ergebnis. Oder die Lösung dazu. Das wollen wir erst zum späteren bekannt geben.

 

HF:  Schauen wir mal ein wenig in die Zukunft. Für euch steht ja bald ein großer Auftritt bevor. Ihr seid beim „Rock am Bach“ Festival (nähere Infos: https://www.facebook.com/events/fischtreppe-brückerbach/rock-am-bach-düsseldorf-2026/2507380129768220 )Werdet ihr nur eure eigenen Song spielen oder fließen auch noch andere Songs mit ein, welche aus eurer vorherigen oder auch aus Nic´s Schaffenszeit und welche Erwartungen habt ihr an euch selbst und wie können die Fans euch dabei unterstützen.

Eller: Die Fans können uns immer mit klatschen und mitgehen unterstützen. Eigentlich ist das das ultimative Ziel. Wir machen die Musik nicht für uns. Wir haben überhaupt kein Interesse daran, nur im Proberaum zu spielen. Wenn auch nur ein paar Fans da sind, die da mitgehen und die Spaß an der Musik haben, ist das das Größte. Wir haben aus unserer Schaffenszeit sicherlich Einflüsse, Akkordstrukturen. Wir haben auf jeden Fall Einflüsse aus unserem alten Leben. Aber es sind alles nur eigene Songs. Wir spielen also keine Coversongs. Nick hat ja eben schon gesagt, dass sie ein paar Songs von sich mitgebracht hat. Der überwiegende Teil kommt von uns Jungs. Und die haben wir teilweise mit ihr zusammen um arrangiert. Und natürlich komplett neue Melodien und neue Texte drauf.

Nic: Wir spielen ausschließlich die eigenen Songs und mit meinen eigenen Texten. Und wie ich eben schon gesagt habe, das finde ich total super, dass ich mich auch da jetzt ausdrücken kann. Ich freue mich eigentlich schon auch so mit diesen Songs und mit diesen Ideen auf der Bühne zu stehen. Und ich würde mich auch total freuen, wenn der ein oder andere auch mal genauer hinhört, was ich denn da für eine Message habe.

 

HF: Was versprecht ihr euch für die Zukunft, wollt ihr von der Musik Leben können, Plattenverträge mehr Live-Gigs oder einfach nur Spaß und was können wir in Zukunft von euch erwarten.

Nic: Sex, Drugs, und Rock’n’Roll. Ich will jetzt nicht sagen, was wir erwarten. Aber nein, wir würden uns freuen, wenn wir in Zukunft schöne Gigs haben, die uns Spaß bereiten. Vielleicht eine Handvoll Fans, das wäre super cool. Dass wir immer ein bisschen bekannter werden in der Region. Da werden wir auch dran arbeiten. Und vor allen Dingen auch, wenn man auch weiß, dass es eine Herausforderung ist, dass wir es schaffen, zusammen zu bleiben.

Thilo: Meine Erwartungen sind also nicht mehr die, dass wir irgendwann in die Bravo kommen. Das ist nicht die Absicht. Aber in der Tat, auch das beschäftigt natürlich eine Band. Auch eine Band in unserem Alter, kann man so sagen. Und ein Thema möchte ich ganz gerne noch so ansprechen. Das ist ja generell die Entwicklung der Musik und Musikindustrie selber. Und im Zeitalter von KI und Digitalisierung, wo man feststellt, dass viele Musiker tatsächlich in einem Mini-Heimstudio mit viel Equipment über Computertechnologie Musik machen können. Es ist natürlich umso schwerer, handgemachte Musik zu machen. Und richtig klassisch mit Instrumenten, Seiteninstrumenten etc. Das wäre eigentlich so mein persönlicher Wunsch, dass man es einfach schafft, auch wieder Leute zu begeistern, auf Konzerte zu gehen, die Lust haben, einfach Live-Musik zu hören. Und von daher würden wir uns auch sehr freuen, wenn wir diese Location in Zukunft finden für Auftritte, um auch diesen Kneipen und kleineren Hallen beispielsweise die Möglichkeit wiedergeben, hier Leute zu empfangen und auch Musik live zu präsentieren zu können.

Eller: Wir möchten die nächsten Jahre auf jeden Fall regelmäßig unsere Röhrenverstärker, unser schweres Zeug auf die Bühne wuchten, um handgemachte Musik möglichst auch mit ein bisschen Lautstärke zu spielen und mit viel Spaß. Wir möchten jedes Jahr ein paar neue Lieder machen und am besten vielleicht im Idealfall alle zwei Jahre vielleicht eine Veröffentlichung mit neuen Songs.

Nic: Ich freue mich auch darauf, dass wir auch so kleine Festivals spielen können, wo wir dann eben auch wieder mal in Kontakt kommen mit anderen Bands. Also einfach Spaß haben an der Musik, die Musik feiern, mit den Leuten zusammen.

HF: Danke für das Interview und eure ausgiebigen Antworten

 

Interview: Hans Dadaniak

 

 

 

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