Ayreon – An Amazing Flight Throught Time

© Ayreon

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Ayreon  
Album: An Amazing Flight Through Time (30th Anniversary) 
Genre: Progressive / Symphonic Metal / Rock
Plattenfirma: Music Theories Recordings 
Veröffentlichung: 22.05.2026  

 

Anlässlich des 30zigsten Geburtstags von „Ayreon“ erscheint ein Live Album, das seinen Ursprung in den 90ern fand. Es begann 1995 mit der Rock – Oper „The Final Experiment“Arjen Lucassen ließ innerhalb von 5 Jahren vier Alben folgen, „Actual Fantasy“ (1996), „Into the electric Castle“ (1998), „The Universal Migrator Part I: The Dream Sequencer“ und „The Universal Migrator Part II: Flight of the Migrator“ (beide 2000). 

Und genau dieser „Dream Sequencer I“ eröffnet auch das Jubiläums – Album. Diesmal allerdings mit Unterstützung der Live -Audience zu „01011001“ vom Album „Beneath the waves“. „My house on Mars“ wurde seinerzeit unterbewertet, obwohl der mystische Gesang und das Keyboard (ab 3:10) wie von einem anderen Universum klingt. Arjen hält ja immer eine Überraschung bereit. Diesmal erfährt er Support von Zora Cock (voc) und von Troy Donockley (pipes). Dadurch wird „Days of the Knights“ ein gefühlvoller, eingängiger Song.

Einen brillanten Einstieg erleben wir in „Sea of Machines“. Beeindruckend der Beginn mit der Violine in Verbindung mit der Flöte. Dazu die magisch klingende Voice von Simone. Glänzend dieser Kontrast zwischen den langsamen Parts zu den sehr schweren Parts. „The Year of `41“ vom Album „Revel in Time“ lässt Dir einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Warum? Ganz simpel erklärt. Wir haben hier ein fantastisches Solo, ein virtuoses Keyboard und eine Voice, die annähernd so legendär klingt wie die von Dio

„Dream Sequencer II“ stellt eine Fortsetzung von „Dream Sequencer I“ dar. Recitativ erklärend was die Zukunft  bringen wird. Als „Ayreon Maiden“ könnte man durchaus „Into the black Hole“ bezeichnen. Denn kein anderer als Bruce Dickinson lässt hier seine Voice erklingen. Diese Kraft, die in ihm steckt, macht sich sehr schnell bemerkbar. „Gazing into the eye of the universe“ scheint ihm dermaßen Spaß zu bereiten, das man denken könnte, er wolle diesen Satz länger als nötig in dieser Tonlage zelebrieren. 

Emerson, Lake & Palmer lassen grüßen. So zumindest ertönt „Dawn of a Million Souls“. Grandioser Chor, dem anzumerken ist, das Spaß bei den Events herrscht. Eine weiteres Erstaunen löst Arjen in „Loser“ aus. Was ist da zu vernehmen? Ein Didgeridoo! Folkloristische Töne erklingen, die jäh in härtere Spielweise umfunktioniert werden. Narrativer Gesang, der in Verbindung zur Instrumentalisierung recht mittelalterlich anmutet. Zudem gibt Keyboard gibt sich eine bärenstarke Battle mit den Drums.

Dark, doomigen Sound liefert „The Castle Hall“. Aufgelockert durch das klare Spiel einer Querflöte. Dazu ein Chor, der sich opernhaft einfügt, sowie die fein gespielte Violine. „Everybody dies“ zeigt einmal mehr, wie genial ein Sound sein kann, wenn mehrere Sänger, Sängerinnen einen Song beleben. Ein absoluter Killer! Den Schluss bildet ein mega cooler Prog – Song. „Isolation“ beinhaltet verdammt starke Stimmungswechsel. Melancholische Atmosphäre geht in fordernde Rhythmen über, und umgekehrt (4:22). Eine meisterliche Bridge (5:47) gibt der progressiven Melodie wieder freien Lauf.

Fazit: 27 Titel, die eine musikalisch verrückte Reise erzählen. Wie man es gewohnt ist in dramatischer, epischer und orbitaler Weise. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Arjen mit namhaften Künstlern seine Werke regelrecht zelebriert. Eine Liste all derer wäre schier endlos lang. Dramaturgie, orbitale Atmosphäre und starke Instrumentierung treffen aufeinander zu einem Masterpiece. Ein Album, das keine Langeweile aufkommen lässt. Volle 10 Hellfire Punkte für das Live – Album. 

 

Tracklist:

01- Dream Sequencer 1
02- My House on Mars
03- Sail away to Avalon
04- Green and Cream
05- Days of the Knights
06- Childhood
07- Dragon on the Sea
08- Sign
09- Sea of Machines
10- The Year of ’41
11- The First Man on Earth
12- The Lighthouse / The Argument 2 
13- Carried by the Wind
14- Dream Sequencer 2
15- The Theory of Everything
16- Actual Fantasy
17- Into the black Hole
18- Dreamtime
19- Dawn of a Million Souls
20- Valley of the Queens
21- Loser
22- The Castle Hall
23- Amazing Flight in Space
24- Everybody dies
25- Set your Controls  
26- Dream Sequencer 3
27- Isolation

 

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