© Avatar
Geschrieben von: Tim Braff
Band: Avatar
Album: Don’t Go In The Forest
Genre: Groove Metal, Alternative Metal
Plattenfirma: Black Waltz
Veröffentlichung: 31.10.2025
Die schwedische Metal-Band Avatar steht für ein vielseitiges, theatralisches und überraschendes Konzept in ihrem Musiker-Dasein. Ich habe mich schon schwergetan, als ich die Genre-Einteilung für „Don’t Go In The Forest“ gemacht habe, da man keine klare Grenze in ihrem Sound finden kann und auch nicht soll.
Für die Band um Johannes Eckerström (Gesang), Jonas Jarlsby, Tim Öhrström (beides Gitarre), Henrik Sandelin (Bass) und John Alfredsson (Drums) ist „Don’t Go In The Forest“ bereits das 10. Studioalbum und man merkt, dass sich die Band im Laufe der Zeit weiterentwickelt und sich stellenweise sogar ein wenig neuerfunden hat. Während die Band anfangs Theatralik, rohe Energie und Technik verbunden hat, hat man auf ihrem vorherigen Album „Dance Devil Dance“ schon erste packendere und etwas mehr polierte Elemente gehört, die auch den Trend auf „Don’t Go In The Forest“ vorausgedeutet haben.
„Don’t Go In The Forest“ ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern etwas packender gestaltet und vielleicht auch weniger „hart“, wobei Avatar sich auch hier nicht verstecken muss, da sie kein überpoliertes Album rausgebracht haben, was nur nach Geldmacherei schreit. Ihr neues Album ist eher der logische Schritt nach vielen rohen Alben, die aber immer Raum für Innovation gelassen haben.
Avatar verbindet hierbei typisch für sie Elemente aus Groove Metal, Death Metal, Alternative, Black Metal und Folk. Genau diese Palette bietet die Möglichkeit stets authentisch und frisch zu wirken. Man weiß nämlich im Vorhinein nie, wie genau ein neuer Song klingen wird, sodass man immer diesen Überraschungseffekt hat. Mir persönlich gefällt das sehr gut und bei „Don’t Go In The Forest“ gab es genau diese positiven Momente, wo ich mir quasi gedacht habe, dass ich damit überhaupt nicht gerechnet habe und nun geflasht bin.
Dass Avatar überhaupt eine Auswahl treffen konnte, welche Songs vom Album nun als Single ausgekoppelt werden, beeindruckt mich sehr. Beim Hören nämlich gibt es nicht den oder die Songs, die irgendwie sich von Anderen abheben. Eher hält das Album die Qualität konstant aufrecht durch verschiedene Aspekte wie intelligente Songpositionierung oder optimale Ausgewogenheit der Songstimmungen.
Fazit: „Don’t Go In The Forest“ ist der nächste logische Schritt für Avatar. Sie schaffen es, die Schere minimal zu halten aus Innovation und eigener DNA. Durch positive Überraschungen und intelligente Zusammenstellung des Albums bleibt jede Sekunde unterhaltsam und ich kann dieses Album nur empfehlen, es sich zumindest einmal anzuhören.
9,5 von 10 Hellfire-Punkten!
Tracklist:
01 Tonight We Must Be Warriors
02 In The Airwaves
03 Captain Goat
04 Don’t Go In The Forest
05 Death And Glitz
06 Abduction Song
07 Howling At The Waves
08 Dead And Gone And Back Again
09 Take This Heart And Burn It
10 Magic Lantern
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