Asterise – Twilight Opera (EP)

© Asterise

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Asterise
Album: Twilight Opera (EP)
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Inverse Records
Veröffentlichung: 16.01.2026

Das von Bartlomiej Mezynski geleitete Power Metal Projekt ASTERISE erfährt etwas mehr als ein Jahr nach dem zweiten Album „Tales Of A Wandering Soul“ eine Fortsetzung, diesmal jedoch nicht als Longplayer, sondern in Form einer 4-Track EP namens „Twilight Opera“. Diese EP erkundet laut Mezynski die Old-School-Seite von Power Metal und Rock und interpretiert deren klassischen Geist mit einem modernen Sound neu. Sie verbindet melodisches Storytelling, dynamische Riffs und einen frischen Produktionsansatz, um traditionellen Ideen neues Leben einzuhauchen. Mit Mike Livas (Silent Winter), Sozos Michael (Gloryhammer), Luigi Soranno (Arcane Tales) und Arnaud Menard hat sich der Kopf dieses Projekts zudem renommierte Gastsänger an Bord geholt.

Der eröffnende Titeltrack startet mit einem entspannt-symphonischen Fade-In, ehe sich der Song zu einem locker-flockigen Midtempo Rocker entwickelt, der aufgrund seiner Theatralik und leicht verspielt wirkenden Melodik auf mich wie eine Light-Version von vergleichbaren Bands wie Avantasia wirkt. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf den Wechselgesang von Arnaud Menard und Mike Livas, während die Gitarren mit Ausnahme des Solo-Parts im Mix eine eher untergeordnete Rolle spielen.

„Eclipse“ rollt hingegen zunächst schleppend und mit schweren Riffs heran, nimmt dann jedoch wieder eine melodischere Ausrichtung ein, wobei die Grundstatik des Stücks unverändert bleibt. Trotz der im Vergleich zum Opener etwas düsteren Stimmung überzeugt der Song auf ganzer Linie. Nach dessen abrupten Ende folgt mit „Hope“ ein Track für die Freunde balladesker Klänge, auch wenn die Nummer gegen Ende dann doch noch ein wenig mehr Fahrt aufnimmt. Das abschließende „On My Way To Heaven“ startet ähnlich zurückhaltend, steigert aber nach der ersten Strophe etwas seine Intensität hin zu einem gefälligen Midtempo Rock-Song, der abermals an manchen Stellen leicht verspielt wirkt.

Ob „Twilight Opera“ nun wirklich die Old-School Seite von Power Metal und Rock erkundet, darüber ließe sich vermutlich streiten, denn Anflüge von Nostalgie kommen bei mir nach dem Hören dieser EP ehrlich gesagt nicht auf. Und auch wenn das Mini-Album nicht ganz an „Tales Of A Wandering Soul“ heranreichen kann, so dürften Anhänger von erzählerischem Metal hier dennoch auf ihre Kosten kommen.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Twilight Opera (07:48)
  2. Eclipse (05:22)
  3. Hope (04:39)
  4. On My Way To Heaven (06:58)

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