
© Ashes Of Ares
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Ashes Of Ares
Album: New Messiahs
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 18.07.2025
Wenn eine Band mit ehemaligen Iced Earth Mitgliedern (Matt Barlow, Freddie Vidales) eine Tour ankündigt, auf der anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der „The Dark Saga“ Scheibe eben jenes Album in Gänze Live dargeboten werden soll, geht der Schreiber dieser Zeilen natürlich steil. Und wenn eben jene Band namens ASHES OF ARES dann auch noch einen neuen Longplayer an den Start bringt, sind die Erwartungen natürlich immens.
Nach einem dramatisch anmutenden Intro geht es mit dem Titeltrack direkt in die Vollen, heißt die Double Bass läuft auf Höchsttemperatur, die Riffs beschwören eine gewisse Düsternis herauf und über allem thront der unheilvolle Gesang von Matt Barlow. „Two Graves“ nimmt den Ball direkt auf und hält die Vehemenz aufrecht, wenngleich dieser Song gefühlt nicht immer den direktesten Weg geht, sondern hier und da kleine Schlenker einbaut. Abgesehen davon ein typischer Banger.
„Where You Go“ erinnert mich vom Aufbau her an „Dracula“ von Barlows früherem Betätigungsfeld, nach einem balladesk-gefühlvollen Einstieg folgt ein langgezogener Schrei, der der Behaglichkeit ein jähes Ende setzt, wenngleich die Nummer hier im Anschluss nicht so abgeht wie der Iced Earth Klassiker, sondern im mittleren Tempo-Umfeld verweilt. Auch die Gitarren müssen ein wenig hinter dem oftmals mehrstimmigen Gesang zurückstecken. „Wake Of Vultures“ hämmert dann wieder mit ordentlich Wucht aus den Boxen, zudem greifen ASHES OF ARES – wie in den meisten Tracks – abermals auf gedoppelten Gesang bzw. Hintergrundchöre zurück.
Dies setzt sich bei „Infection Deception“ direkt zu Beginn fort, ehe der Song ziemlich unbeirrt durch seine Spielzeit marschiert, aber trotz seines ansehnlichen Solos nicht so richtig zu zünden vermag. „Atrophy“ ist ein herrlich speediger Banger, der im Soloteil ungeniert in Richtung Thrash schielt, ansonsten ist dies grundsolide Power Metal Kost im besten Sinne. Das Kontrastprogramm hierzu kommt dann in Form der teils akustisch gehaltenen Ballade „Keep On Walkin'“, das mir in den Strophen sogar dezent Country Vibes vermittelt und insgesamt den gefühlvollen Gesang Barlows besonders zur Geltung kommen lässt.
„The Hawk And The Dove“ ist einer dieser Midtempo Songs mit tollen Harmonien, wie man ihn sowohl bei Iced Earth als auch bei ASHES OF ARES zu kennen und schätzen weiß. „Lust To Feed“ hingegen schwankt zwischen schwerfälligen, fast schon doomigen Passagen und kraftvolleren Abschnitten, was den Track ebenso interessant wie sperrig macht. Mit „From Hell He Rides“ kehrt das dynamische Duo dann wieder in die Power Metal Sphären des Album-Anfangs zurück und fährt nochmals sämtliche Trademarks der Band auf. Abgerundet wird die CD-Version mit einem Cover des mir völlig unbekannten Elton John Tracks „And The House Fell Down“, die man als leichte Unterhaltung abhaken darf, auch wenn sie stilistisch natürlich ein wenig aus dem Rahmen fällt.
Auch wenn es die Herren Barlow und Vidales vermutlich nicht mehr hören können, werden sie die Vergleiche mit Iced Earth nicht loswerden, und verglichen mit dem eingangs erwähnten Klassiker kann „New Messiahs“ nur den Kürzeren ziehen. Dennoch ist die Scheibe ein ordentliches Brett, das sicherlich etwas Zeit benötigen wird, um zu überzeugen, auch wenn dies nicht immer vollends gelingt.
Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Novus Ordo
- New Messiahs
- Two Graves
- Where You Go
- Wake Of Vultures
- Infection Deception (CD Bonus Track)
- Atrophy
- Keep On Walkin‘
- The Hawk And The Dove
- Lust To Feed
- From Hell He Rides
- And The House Fell Down (CD Bonus Track)
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