Artefuckt – Alchemie

© Artefuckt

 

Geschrieben von Tim Braff
Band: Artefuckt
Album: Alchemie
Genre: Deutschrock
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 21.08.2026

 

Die Deutschrock-Band Artefuckt aus Rheinberg ist seit 2015 aktiv und veröffentlicht nun ihr 5. Album. Das Trio aus André Donay (Gesang), Sven Goldschmidt (Gitarre) und Kevin Ricken (Bass) ist lange kein fremdes Gesicht in der deutschen Rockwelt. Nach ihren Charterfolgen der letzten Alben sind sie etabliert im Sound, den ansonsten Bands wie Frei. Wild, Kärbholz und teilweise Unantastbar prägen.

Wer Artefuckt eben nicht kennt, aber Fan der genannten Bands ist, wird sie mögen, denn Deutschrock ist viel, aber nicht breit im Sound. Die DNA bleibt stets die Gleiche.

Wie alle anderen Bands dieser Nische kombinieren auch Artefuckt deutschsprachige Texte untermalt von Hard Rock & Speed Metal mit einem gewissen Punk-Anteil und vor allem Eingängigkeit.

Auf „Alchemie“ findet man unverfälscht genau das wieder. Normalerweise bin ich einer der größten Kritiker von gleichklingenden Werken, aber Deutschrock bildet dahingehend meine Ausnahme und somit auch „Alchemie“.

Artefuckt zeigt auf der Platte den gewünschten Druck nach vorne und den Drang nach Pogo in der Musik. Beim Hören solcher Songs wie auf „Alchemie“ will man sich bloß bewegen und einfach nur Spaß haben. Ergänzt wird dies durch hymnische Refrains, die man gerne live in einem möglichst großen Publikum gemeinsam grölen möchte. Dazu schwingt immer eine Leichtigkeit im Refrain mit, sodass man auch nach einigen Bieren etc. weiterhin mitsingen kann.

Sowas zeichnet für mich wahren Kneipenrock aus, welcher gerne von Deutschrock-Bands vertreten wird. In kleinen Clubs klappen solche Songs eben am besten. Während das Album auch so beim Hören durchaus Spaß macht, hat die gesamte Platte auch einen Autobahn-Charakter; jeder weiß aber auch, dass am allerbesten solche Songs live funktionieren.

Einzelne Songs, die ich noch hervorheben möchte, sind „X“ (römisch Zehn), der eine Art 10-Jahre-Jubiläum thematisiert und somit eine besonders feierbare Bedeutung hat, „Sommer“, der echt Ohrwurm-Potenzial mitbringt, und „Wir Wollten Fliegen“, der im Kontrast zum restlichen Album etwas Tempo rausnimmt, ein wenig emotionaler wirkt und dann den perfekten Aufbau zu einem echt powervollen Abschluss liefert. Insgesamt haben aber alle Songs ihr gewisses Etwas geboten.

Fazit: „Alchemie“ von Artefuckt ist ein solides Album, was alle Stärken des Deutschrocks kanalisieren und vereinen kann, ohne dabei zu klischeehaft zu wirken. Die raue Stimme von André passt perfekt zum restlichen Arrangement und insgesamt macht die Platte Spaß beim Hören durch viel Energie und potenziell lauten Fan-Chören, die man schon erahnen kann. Es ist natürlich keine Innovation und erst recht kein Querflieger in ihrem Spektrum, aber definitiv ein Album, dass sowohl auf Aufnahme als auch live Spaß verspricht.
8,5 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist:

01 Intro
02 24 Karat
03 Leben Voller Leben
04 Auf Und Davon
05 Kopfüber In Die Nacht
06 X
07 Judas
08 Lass Nicht Los
09 Mit Dir
10 Was Ist Mit Liebe
11 Sommer
12 Wer Zuletzt Lacht
13 Wir Wollten Fliegen

 

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