Appice – Sinister

Geschrieben von Melanie Busch
Band: Appice
Album: Sinister
Label: Steamhammer
Copyright: ℗© 2017 Steamhammer
Veröffentlichung: 27.10.2017

Appice, das sind die Brüder Carmine und Vinny Appice aus New York, welche seit über 40 Jahren zu den gefragtesten und renommiertesten Rock-Drummern der Welt gehören. Getrennt voneinander waren sie mehrfach auf legendären Alben zu hören und schafften es mit den besten Bands der Welt auf der Bühne zu stehen, dieses Phänomen findet man in der Rockgeschichte wohl kein zweites Mal. Carmine startete seine Karriere in den 60igern und spielte im Laufe seiner Karriere unter anderem für Rod Stewart oder Ozzy Osbourne und wurde im Jahr 2016 vom Rolling Stone auf Rang 28 als einer der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten gelistet. Sein jüngerer Bruder Vinny schaffte es zu Black Sabbath, Heaven & Hell oder Dio. Mit Ausnahme des Live-Albums “Drum Wars – Live!” aus dem Jahr 2014 suchte man bisher vergeblich nach einer direkten Zusammenarbeit der beiden. “Sinister” ist das erste gemeinsame Studioalbum von Carmine und Vinny, welches mit der Unterstützung einiger namhafter Gäste aufgenommen wurde.

Was im Opener “Sinister” zunächst etwas ruhiger beginnt, entwickelt sich im Laufe des Songs zu einem schlagkräftigen Kunstwerk. Hier wird schnell klar woher die beiden stammen. Die gewonnenen Erfahrungen in ihrer Laufbahn sind deutlich herauszuhören, die beiden Brüder lassen es ordentlich krachen. Ich gehöre nicht in die Altersklasse der Liebhaber des klassischen Hard Rock, doch “Monsters And Heros” schafft es mich zu überzeugen. Und als dann noch der Refrain kommt, bin ich sofort gezwungen im Takt mitzuwippen und mitzugröhlen. Auch das hervorstechende Gitarrensolo schafft es zu begeistern. So auch im Song “Killing Floor”, welcher gleich zu Beginn mit starken Riffs überzeugt und von den Drums ausdrucksvoll unterstützt wird. Wer auf Hard Rock Klassiker aus den 70ern und 80ern steht, dem wird spätestens beim Gesang auffallen dass dieses Album eine Note aller Größen wie Black Sabbath, Led Zeppelin oder Heaven and Hell beinhaltet. “Danger” erinnert mich nicht nur aufgrund es Sounds an AC/DC, sondern auch wegen des Tracknamen. Als wäre das Album nicht schon stark genug geprägt von den Drums, bekommen wir mit der Nummer “Drum Wars” ein Instrumentalstück um die Ohren gehauen, was sich gewaschen hat. Nicht nur Profi-Schlagzeuger, sondern auch Liebhaber der Rockmusik allgemein, werden hier schnell auf Repeat drücken, so wie ich. Mit düsteren und mörderstarken Gitarrenriffs schafft es auch der Song “Riot” auf die Liste meiner Top-Songs des Albums.

Während ich “Suddenly” höre, fällt mir auf dass das Album extrem gut abgemischt wurde. Gitarren, Schlagzeug und Gesang werden gleichermaßen hervorgehoben und an den nötigen Stellen nochmal explizit verfeinert, was sich im Song “In The Night” mit dem beginnenden Gitarrensolo wieder sehr stark heraushören lässt. Der Song ist etwas ruhiger gehalten, wird im Refrain rockiger und kann somit taktvoll mitgesungen werden. Noch entspannter geht es im Song “Future Past” zu. Er wirkt zu Beginn wie eine Ballade, welcher mir aber im Laufe des Tracks etwas zu Rock- und Gitarrenlastig wird und somit alles andere als Kuschelrock darstellt. Eine eigene Note wurde dem Song “You Got Me Running ” verliehen, hier klingt bis auf die Gitarren nichts nach klassischen Hard Rock, was dem Album gut tut. “Bros In Drums”, könnte meiner Meinung nach auch der Titel zum Album sein, denn der Song beschreibt die Geschichte der beiden Brüder und wird vom Schlagzeug dominiert. Wo eben noch druckvoll an den Drums getrommelt wurde, hat man dem Song “War Cry” wieder satte Riffs verliehen und setzt auf taktisch kluge Gesangseinlagen die zum mitgröhlen einladen. Über den letzten Song “Sabbath Mash” lässt sich nicht viel sagen, denn wie man dem Titel schon ansieht handelt es sich hierbei um ein Stück von Black Sabbath welches von den Brüdern neu interpretiert und mit eigenem Flair versehen wurde.

Meine Top-Songs des Albums: Monsters And Heros, Drum Wars, Riot, War Cry

Fazit: Das Album kann ich nicht nur an die Liebhaber des klassischen Hard Rock bzw. an unsere ältere Lesergeneration empfehlen. Mich hat es durchweg beeindruckt.

Tracklist:
01. Sinister
02. Monsters And Heros
03. Killing Floor
04. Danger
05. Drum Wars
06. Riot
07. Suddenly
08. In The Night
09. Future Past
10. You Got Me Running
11. Bros In Drums
12. War Cry
13. Sabbath Mash

Mitglieder der Band:
Carmine Appice
Vinny Appice
Jim Crean

weitere Infos:
http://www.appicebrothers.com
https://www.facebook.com/AppiceBrothers

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