
© ANA
Geschrieben von: Klaus S.
Band: ANA
Album: Motivated By Death
Genre: Symphonic Metal
Plattenfirma: Eclipse Records
Veröffentlichung: 29.05.2026
Melbourne gilt seit Langem als Schmelztiegel für Innovationen in der Heavy-Musik, doch ANA definiert für sich derzeit die ästhetischen Grenzen des Genres neu. Seit ihrer Gründung Anfang 2023 hat das Quintett gängige symphonische Klischees hinter sich gelassen, um „Couture Metal“ als eine anspruchsvolle, gehobene Weiterentwicklung des Genres zu etablieren – eine Stilrichtung, die theatralische High-Fashion-Ästhetik ebenso in den Vordergrund stellt wie gnadenlose musikalische Präzision. Etwas mehr als zwei Jahre nach ihrer ersten EP legt die Band von Down Under nun einen ersten Longplayer nach
Nach einem kurzen atmosphärischen Build Up legen ANA mit „Hate Me“ durchaus kraftvoll los, obwohl der Song nicht gerade temporeich ausgefallen ist. Zwar sind ein paar elektronische Elemente enthalten, von dem sonst im Symphonic Metal vorherrschenden orchestralen Bombast ist die Band wie auf ihrem Debüt weit entfernt. Auch ein paar orientalisch anmutenden Töne sowie ein paar härtere Vocals lassen sich hier ebenfalls ausmachen, ansonsten benötigt die Nummer ein paar Durchläufe um zu zünden.
„Shadow Of Life“ geht dann schon eher in eine genre-typische Richtung, ein Uptempo Song mit einer gewissen Pop Note und leichten Gesangslinien, der an ähnlich gelagerte Stücke von bspw. The Dark Element denken lässt. Mit „You Loved Me More Than I Loved Myself“ folgt dann das erste balladeske Stück des Albums. Der Track ist relativ atmosphärisch gehalten und setzt vorwiegend auf den Gesang von Anna Hristenko, demzufolge tritt Gitarrist Josh Mak mit Ausnahme des Solos hier etwas weniger prägnant auf.
„Following The Wind“ kehrt wieder vermehrt zurück Richtung Metal, wobei man sich auch hier in eher mittleren Tempogefilden orientiert, auch wenn im hinteren Bereich mal ein Double Bass Gewitter wartet. „Eyes Of A Child“ erhöht den Druck und wirkt fast so etwas wie ein garstiger Bruder von „Shadow Life“, was dessen Hookdichte miteinschließt. „Sick Love“ ist eine weitere Ballade, bei der die gute Anna nur von Piano und Streichern begleitet wird, und erst gegen Ende des Songs die Band einsetzt.
Während besagte Streicher zu Beginn von „Papa“ zunächst an ein weiteres getragenes, gefühlvolles Stück denken lassen, entwickelt sich die Nummer dann doch zu einem eindringlichen, aber dennoch eingängigen Melodic Metal Track mit einem fast schon proggig zu nennenden Mittelpart. Zum Abschluss des Albums gibt es mit „Aerials“ ein Cover von System Of A Down. Über ein solches Unterfangen kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber ich denke die ANA-Version mit symphonischer Untermalung und weiblichem Gesang kann sich durchaus hören lassen.
„Motivated By Death“ knüpft nahtlos an das etwas kürzere Erstlingswerk an und bestätigt das Potential, das in der australischen Formation steckt. Anhänger des leichten Symphonic Metal dürfen hier gerne mal reinhören.
Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Hate Me
- Shadow Of Life
- You Loved Me More Than I Loved Myself
- Following The Wind
- Eyes Of A Child
- Sick Love
- Papa
- Aerials
Mehr Infos:
WEBSITE
FACEBOOK
INSTAGRAM
X
YOUTUBE















