
© Aeon Gods
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Aeon Gods
Album: Reborn To Light
Genre: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 20.02.2026
Nicht einmal anderthalb Jahre nach ihrem großartigen Debüt „King Of Gods“ schlagen die aus Lübeck stammenden Power Metaller AEON GODS das zweite Kapitel ihres mythenumwobenen Metal-Universums auf und tauchen diesmal ein in die strahlende und zugleich geheimnisvolle Welt des alten Ägypten.
Wie es sich für ein Album dieses Genres gehört, prescht die Band – von Chorgesängen untermalt – beim eröffnenden „Birth Of Light“ rasant nach vorne und zelebriert ihren speedigen Power Metal, dessen symphonische Elemente nicht so überladen wirken wie beispielsweise bei Rhapsody. Das eher epische Zwischenspiel mit seinen „Rise Up“ Gesängen erinnert ein wenig an die Kollegen Freedom Call, womit die beiden auffälligsten Referenzen direkt mal genannt wären. Letztgenannte kommen mir auch beim folgenden „Flames Of Ember Dawn“ in den Sinn, denn die ebenfalls recht flotte Nummer klingt verdächtig nach Happy Metal a la Chris Bay & Co.
Danach folgt das in vier separate Titel unterteilte „Amduat“. Etwas ungewöhnlich dabei ist, dass mit „Barque Of Millions (Amduat Pt. I)“ ausgerechnet eine (Halb-) Ballade den Anfang macht. Der Song selbst ist weniger kitschig als befürchtet, legt im Laufe seiner Spieldauer sogar ein wenig an Intensität zu und entpuppt sich als äußerst griffiger Track. „The Sacred Union (Amduat Pt. II)“ gibt einen weiteren rasanten und energiegeladenen Song ab, dessen Refrain in epische Dimensionen vordringt.
„Soldiers Of Re (Amduat Pt. III)“ wählt hingegen einen völlig anderen Ansatz, der Song kommt mit gebremstem Schaum und schweren Riffs daher, ohne jedoch auf die gewohnt-griffigen Hooks zu verzichten. Von der Machart her könnte das Teil genauso gut von einer Brothers Of Metal Scheibe stammen. „Reborn To Light (Amduat Pt. IV)“ legt tempomäßig wieder etwas zu, ohne jedoch an die Vehemenz des Openers heranzureichen. „Feather Or Heart“ ist ein im mittleren Temposegment angesiedelter, hochmelodischer Track, der eher im Hard Rock als im Metal anzusiedeln ist und den man auch tagelang danach nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Mit „Re’s Dying Reign“ folgt ein weiterer, diesmal in drei Teile untergliederter Song. „Rebellion (Re’s Dying Reign Pt. I)“ startet zunächst zurückhaltend mit leichten Folk Vibes, legt dann aber gewaltig an Wucht zu – inklusive einiger Blast Beats in der Songmitte – und lässt im weiteren Verlauf hier und da Raum für kurze, epische Verschnaufpausen. „Blood And Sand (Re’s Dying Reign Pt. II)“ gelingt der Spagat zwischen gesunder Härte und zurückgenommenen, melodischen Momenten und punktet abermals mit einer episch-eingängigen Hookline. Den Abschluss bildet „Farewell (Re’s Dying Reign Pt. III)“, das entgegen meiner Erwartung keine opulente Ballade ist, sondern sich vielmehr als treibender Song mit einigen sehr dramatisch wirkenden Momenten erweist, was abermals nur von seiner Ohrwurm-Melodie getoppt wird.
Fazit: AEON GODS beweisen mit „Reborn To Light“ eindrucksvoll, dass ihr Debüt keine Eintagsfliege war, sondern dass die Band das Potential hat, in den kommenden Jahren in die Phalanx der erwähnten etablierten Acts diese Genres einzudringen.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Birth Of Light
- Flames Of Ember Dawn
- Barque Of Millions (Amduat Pt. I)
- The Sacred Union (Amduat Pt. II)
- Soldiers Of Re (Amduat Pt. III)
- Reborn To Light (Amduat Pt. IV)
- Feather Or Heart
- Rebellion (Re’s Dying Reign Pt. I)
- Blood And Sand (Re’s Dying Reign Pt. II)
- Farewell (Re’s Dying Reign Pt. III)
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