Accept – Teutonic Titans 1976 – 2026

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Geschrieben von: Klaus S.
Band: Accept
Album: Teutonic Titans 1976-2026
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 04.09.2026

 

Wenn eine Heavy-Metal-Institution ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, darf man dies auch entsprechend würdigen. Zwar wurden ACCEPT bereits einige Jahr zuvor gegründet, jedoch war erst mit dem Einstieg von Gitarrist Wolf Hoffmann im Jahr 1976 ein stabiles Line Up gefunden, das den Grundstein für ihre erfolgreiche Karriere legte. Aus diesem Grund zelebireren die deutschen Metal Pioniere dieses Ereignis mit der Compilation „Teutonic Titans 1976-2026“. Die Scheibe ist jedoch keine bloße Zusammenstellung ausgesuchter Tracks, sondern sämtliche Stücke wurden von der Band mit zahlreichen illustren Gästen neu eingespielt. Allerdings sollte man sich vom Zusatz „1976-2026“ nicht blenden lassen, denn der Longplayer enthält ausschließlich Songs der Alben der 80er Jahre – also von „I’m A Rebel“ bis „Eat The Heat“.

Natürlich drängen sich vorrangig die bekannten Klassiker als Highlights auf, beispielsweise „Fast As A Shark“, dass mit Marschmusik eingeleitet wird und bei dem Phil Anselmo seine wuchtigen Shouts beigesteuert hat. Oder das unverwüstliche „Balls To The Wall“, bei dem niemand Geringeres als Rob Halford seine Visitenkarten abgegeben hat. Abseits der großen Hits finden sich aber auch einige „Überraschungen“ in der Setlist. So war mir das auf „I’m A Rebel“ enthaltene „Save Us“ gar nicht geläufig, doch der Gesang von Tobias Forge (Ghost) passt perfekt zur Hookline des Songs, so dass man meinen könnte, es handle sich tatsächlich um einen Ghost-Track.

Auf eine Kollaboration mit Billy Corgan (Smashing Pumpkins) bei „Love Child“ hätte wohl im Vorfeld niemand gewettet, und das ACCEPT mit „Hellhammer“ einen Track vom sträflich vernachlässigten „Eat The Heat“ Album (seinerzeit von David Reece eingesungen) auswählen würden, kommt auch eher überraschend, aber Dangerous Toys‘ Frontmann Jason McMaster passt zu der Nummer wie Faust aufs Auge. Würde man mich nach meinen persönlichen Favoriten fragen, würde ich wohl „Aiming High“ mit Chuck Billy (Testament) am Mikro und das von John Buch (Armored Saint) veredelte „Up To The Limit“ nennen.

Überhaupt ist die Liste der beteiligten Gästemusiker viel zu lang, um alle zu erwähnen, aber – um nur ein paar zu nennen – Namen wie Kirk Hammett (Metallica), David Ellefson (ex-Megadeth), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Bobby Ellswoth (Overkill) oder Ralf Scheepers (Primal Fear) sollten genügend Interesse wecken, sich die Scheibe reinzuziehen.

Ein kleiner Kritikpunkt sei aber dennoch erlaubt: wenn das Ganze laut Albumtitel so etwas wie eine Werkschau besagter fünfzig Jahre sein soll, warum bleiben dann die Mark Tornillo Jahre völlig unbeachtet, von den drei Dirkschneider-Alben der Neunziger ganz zu schweigen? Und über die Frage, ob bspw. „Princess Of The Dawn“, „Burning“ oder „Head Over Heels“ nicht auch hätten berücksichtigt werden müssen, darüber ließe sich trefflich streiten. Rein musikalisch gibt es an „Teutonic Titans 1976-2026“ jedenfalls nichts auszusetzen.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

  1. Fast As A Shark
  2. Balls To The Wall
  3. Aiming High
  4. Run If You Can
  5. Hellhammer
  6. Metal Heart
  7. Losers And Winners
  8. Save Us
  9. Up To The Limit
  10. Wrong Is Right
  11. Starlight
  12. Fight It Back
  13. Love Child
  14. Breaker
  15. Demon’s Night
  16. T.V. War
  17. London Leatherboys
  18. Monsterman
  19. Restless And Wild

 

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