
© Valkyrie’s Fire
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Valkyrie’s Fire
Album: Out Of Darkness
Genre: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Eclipse Records
Veröffentlichung: 18.09.2026
Zwei Jahre nach ihrer ersten EP „Ascension“ kehren die aus Nashville stammenden VALKYRIE’S FIRE mit ihrem Debüt-Longplayer „Out Of Darkness“ zurück. Neu hinzugekommen ist Salem Belladonna, die als Keyboarderin und Cellistin den Sound der Amerikaner bereichert. Zudem konnte man für die erste Single „Burning Sky“ Mikael Sehlin von Amaranthe als Gast hinzugewinnen.
Nach einem nicht unbedingt erforderlichen Intro („In Spirit, In Shadow“) geht „Evermore“ mit treibenden Beats direkt nach vorne. Das Zusammenspiel der beiden Vokalisten Bettie Floyd / Adam Sanders funktioniert hervorragend, der Song ist recht zugänglich, hier und da ein wenig verspielt wirkend und im Solo-Part darf ordentlich geshreddert werden. Nach diesem gelungenen Auftakt folgt mit „Valkyrie’s Fire“ die Band-Hymne, diese hält das Tempo hoch und wirkt – mit Ausnahme des pompösen Mittelteils – im Vergleich zum Vorgänger etwas direkter und zupackender.
„Cascade“ nimmt das Tempo ne Spur zurück, liefert dafür aber die wohl eingängigste Hookline des gesamten Albums. Das eingangs erwähnte „Burning Sky“ hat dann – wenig überraschend – dezente Amaranthe Vibes, wenngleich die Amerikaner weniger poppig und damit durchschlagskräftiger wirken, vor allem, wenn man den heftigen Breakdown mit Mikaels Growls betrachtet. Bei „Shattered“ weicht die Wucht eher gefühlvolleren, rhythmischen Klängen, ohne dass man ernsthaft das Wort „Ballade“ in den Mund nehmen kann, erst recht mit Blick auf den Mittelteil des Songs.
Was „Shattered“ nur angedeutet hat, liefert dann „I See The Angels Fly“, hier servieren VALKYRIE’S Fire eine hochemotionale Breitwand-Ballade, bei der sich Bettie Floyd im Stil einer Opern Diva zuweilen in allerhöchste Sphären katapultiert und dessen bluesig angehauchter Solo-Part fast wie ein eigenständiger Song im Song wirkt. Ganz großes Kino! Mit „Skylark“ kehrt die Band dann wieder in gewohntes Hochgeschwindigkeits-Fahrwasser zurück, die Synthies in „Labyrinth“ verleihen dem Track hingegen genau wie seine etwas eigenwillige Rhythmik eine etwas modernere Färbung, das Gitarren-Solo ist hingegen klassisch gehalten.
Das siebeneinhalbminütige „Bone And Thorn“ ist eine weitere Ballade, jedoch bei weitem nicht so opulent und überladen wirkend wie „I See Angels Fly“. Auch „Dark Moon“ ist anfangs noch sehr zurückhaltend, doch noch während der ersten Strophe nimmt die Nummer eine schleppend-düstere Stimmung ein, in der zweiten Hälfte wirkt das Ganze sogar etwas vertrackt. Ähnlich ist der Aufbau bei „Nocturne“, jedoch legt die Band hier einen ordentlichen Zahn zu, allerdings kommt der Song durch seine wiederholt auftretenden Wendungen zuweilen etwas leicht sperrig rüber. Den Abschluss des Albums bildet das knapp zehnminütige „I WIll Rise Again“, hier ziehen VALKYRIE’S FIRE noch einmal alle Register, allein der gut zweieinhalb minütige instrumentale Ausbau macht direkt klar, dass hier ein episches Opus entstanden ist, das nach etwa zwei Drittel des Stücks einen Break erfährt, um dann mit einer gewaltigen Wall Of Sound das Grande Finale einzuleiten.
Verglichen mit „Ascension“ ist mit „Out Of Darkness“ ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gelungen. Zugegebenermaßen habe ich mich aber auch dabei ertappt, dass im hinteren Teil des Albums die Spannung ein wenig verloren geht, schließlich weist die Scheibe stolze einundsiebzig Minuten Laufzeit auf, hier wäre weniger vielleicht sogar mehr gewesen. Abgesehen davon machen Genre-Fans mit VALKYRIE’S FIRE grundsätzlich nichts falsch.
Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- In Spirit, In Shadow
- Evermore
- Valkyrie’s Fire
- Cascade
- Burning Sky
- Shattered
- I See The Angels Fly
- Skylark
- Labyrinth
- Bone And Thorn
- Dark Moon
- Nocturne
- I Will Rise Again
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