Homegrown – Homegrown

© Homegrown

Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Homegrown
Album: Homegrown
Genre: Psychedelic Rock / Instrumental
Plattenfirma: Majestic Mountain Records
Veröffentlichung: 05.12.2025

Ein Album mit einem so schönen Cover muss ich einfach hören – und seit ich das Debüt von Homegrown gehört habe, kann ich damit gar nicht mehr aufhören, es wieder und wieder zu hören.

Manchmal passiert es einfach: Eine Band taucht gefühlt aus dem Nichts auf – und liefert ein Werk ab, das sich sofort festsetzt. Das selbstbetitelte Debüt des schwedischen Instrumental-Trios Homegrown ist so ein Fall. Was zunächst visuell lockt, entfaltet musikalisch eine Sogwirkung, die Wunschdenken zur Realität werden lässt. Anders gesagt: Die Band lässt dem wunderschönen Cover wunderschöne Musik folgen.

Schnell wird klar, wie besonders die Produktion geraten ist. Das Album klingt warm, geradezu intim. Es fühlt sich an, als stünde man im Studio, während die Band die Stücke live einspielt – als hörte man nicht nur die Instrumente, sondern auch den Raum dazwischen. Bemerkenswert ist außerdem, wie leicht sich die Songs erschließen – und das ganz ohne Gesang. Die Stücke sind voller Hooks, die sich im Ohr festsetzen, ohne aufdringlich zu wirken.

Was besonders überzeugt: Jeder Track steht für sich, erzeugt eine eigene Stimmung. Mal dominiert ein treibender Groove, mal ein schwebendes Motiv, mal eine fast kontemplative Atmosphäre. Zerfahren wirkt das Album dabei aber nie. Ebensoherrscht innerhalb der Band eine spannende Eigenständigkeit. Gitarre und Bass etwa gehen oft getrennte Wege, umrunden sich, setzen Kontrapunkte – und harmonieren dabei prächtig. Es ist ein dialogisches Spiel, kein simples Mitziehen.

Auch stilistisch ist das Album alles andere als eindimensional. Das Grundgerüst ist der psychedelische Hardrock der Siebzieger, doch blitzen auch Folk-Anklänge auf, jazzige Momente gibt es, selbst Streicher werden punktuell eingesetzt – und nichts davon wirkt aufgesetzt.

Kurzum: „Homegrown“ ist ein wunderschön warmes Instrumental-Album, wie gemacht für kalte Wintertage. Und dafür gibt es von mir 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.

Tracklist:
01 Frihetsvisa i A-Moll 04:38
02 Häxjakt i Snetakt 03:56
03 Huldran 05:47
04 Adams Äpple 05:30
05 Mylingen 04:58
06 Forséns öra 08:41
07 en Hornkrönte 03:26
08 Gånglåt till Käringberget 03:01
09 Ringöpolskan 05:45
10 Talisman 05:35

Weitere Infos:
Bandcamp
Label

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