11 Theory – All In Our Minds

© 11 Theory

Geschrieben von: Klaus S.
Band: 11 Theory
Album: All In Our Minds
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: WLA Productions
Veröffentlichung: 19.06.2026

Und wieder erreicht mich ein neues Album einer Formation, über die mit Ausnahme der Namen der Bandmitglieder nicht wirklich viel bekannt ist, selbst der YouTube Kanal enthält keinerlei Beiträge. Im Fall von 11 THEORY scheint es sich um eine amerikanisch-finnisch-russische Kooperation zu handeln, die mit „All In Our Minds“ ihr Debüt-Album an den Start bringt. Das ist alles!

Der Opener „The Other Side“ macht zumindest schnell klar, wohin die Reise geht: modern produzierter, melodischer (Hard) Rock, der mich ohne Umschweife an eine amerikanische Band denken lässt. Der Song selbst ist ein schwungvoller Midtempo Rocker, in deren Zentrum der großartig agierende Frontmann Cris Hodgens steht, und der sofort gute Laune verbreitet. War der Eröffnungstrack noch sehr Radio-freundlich, so ist „Believing It Too“ zwar keineswegs schlechter, jedoch wirkt diese wuchtige Nummer ein wenig sperriger. Wenn man so will klingt das Ganze wie eine moderne Version von Bands wie Tesla.

„Evil Inside“ steigert das Tempo und animiert dazu, sich in seinen Wagen zu setzen und bei heruntergelassenen Scheiben die Mucke voll aufzudrehen. „All In Our Minds“ ist eine bluesige Power Ballade, die sich völlig frei von jeglichem Anflug von Kitsch bewegt. „Give Us A Fight“ verzichtet entgegen seines Titels gänzlich auf Aggressivität, vielmehr verströmt die Nummer, die ich mir gut von Kid Rock hätte vorstellen können, ähnliche Vibes wie der Beginn des Albums. Gleiches gilt im Übrigen für das kurze Zeit später folgende „Shovels And Pitchforks“.

Das dazwischen befindliche „The Way“ wirkt hingegen ein klein wenig düsterer, rockt dafür aber wie Sau! „Midnight Prayer“ wirkt zunächst eher wie ein weiterer zurückgenommener Track, steigert sich aber recht zügig zu einem leichtfüßigen, packenden Rock Song. „Can’t Wait Another Minute“ nimmt wieder mehr Schwung auf und zeigt zumindest im Refrain ein paar rauere Ecken. Mit „How It Ends“ legen 11 THEORY dann noch einen richtig schönen dreckigen Rocker mit einem lässigen Groove hin, dessen einziger Fehler sein etwas abruptes Ende ist.

Als Bonus Track gibt es auf irgendeiner Album-Version mit „You Are“ noch eine Akustik Nummer, die mir persönlich eine Spur zu seicht ausgefallen ist, aber Fans der Band dennoch zufriedenstellen dürfte.

Auch wenn die Promo nicht allzu viel hergibt, lohnt sich „All In Our Minds“ für alle Anhänger der erwähnten Referenzen und ist eines der besten amerikanischen Rock Alben, die nicht aus Amerika stammen!

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. The Other Side
  2. Believing It Too
  3. Evil Inside
  4. All In Our Minds
  5. Give Us A Fight
  6. The Way
  7. Shovels And Pitchforks
  8. Midnight Prayer
  9. Can’t Wait Another Minute
  10. How It Ends
  11. You Are (Bonus Track)

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